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Berechnungen, welche zu Angabe achromatischer Glaser führen,ohne Schwierigkeit übersehen. Um diesen Grund möglichst einfachdarzustellen, muß ich Sie zuerst darauf aufmerksam machen, daßman alle Brechung der Strahlen aufhebcn, damit aber auch denZweck des Objektivs im Fernrohre ganz aufhebcn würde, wenn manzwei Linsen von einerlei Glase, deren eine genau so concav, wiedie andre convex, geschliffen wäre, verbinden wollte. Alsdannnämlich würde die Vorderfläche des zweiten Glases sich genau andie Hintcrfläche des ersten anlegen und beide Gläser würden nurein Glas bilden, und die vierte Flache würde mit der ersten fastgenau parallel sein; dadurch würde, wie bei unfern Uhrgläscrn mitparallelen Oberflächen, alle Brechung so gut wie ganz Wegfällen.Wahlen wir dagegen, noch immer von gleichem Glase, ein minderconcaves Glas mit Beibehaltung jenes convexen, so ist der Erfolg,daß die im voranstehcnden convexen Glase gebrochenen, dem Brenn-punkte I? (U,A. 90.) zu gehenden Strahlen im concavcn Glase zwaretwas minder convergent gemacht werden, aber doch noch in einementlegneren Puncte k, als dein jetzigen Brennpunkte zusammenkommen. Und nun wird sich der Erfolg leicht verstehen lassen, denes haben muß, wenn die concave Linse eine Flintglaslinse von stär-ker zerstreuender Brechung ist. Offenbar müssen wir auch hier ihreEoncavität so wählen, daß sie die in der ersten Linse cingctretcneBrechung nicht ganz ausgleicht; die Flintglaslinse muß daher eineviel geringere Eoncavität haben, die Halbmesser ihrer concavcnOberflächen müssen größer sein, als die Halbmesser der convexenOberflächen bei der Taselglaslinse, und das um desto mehr, jemehr die mittlere Brechung im Flintglase größer ist, als in diesem;haben wir sie aber so gewählt, so erhellt die Möglichkeit einer Aus-gleichung derjenigen Ungleichheit, die bei der ersten Linse aus derungleichen Brechung verschiedener Farbenstrahlcn entstanden ist.Hätte jene convexe Linse allein gewirkt, so wissen Sic, daß derBrennpunkt der rothen Strahlen etwa in 1'der violetten Strah-len in Is " liegen würde. Rückt nun der Brcnnpunct der mittlerenStrahlen vermöge der Wirkung der zweiten Linse nach k hinaus,so erhellt, daß dieses Hinausrücken bei den rothen Strahlen weni-ger, bei den violetten mehr betragen wird; denn da die rothenhier in starkein Maaße weniger, als die gelben und grünen gebro-