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Glaslinse bildet, immer größer wird, je weiter cs in die Fernerückt; dieses in immer größere Ferne Hinausrücken tritt aber ein,wenn bei einer einfachen Linse der Gegenstand sich dem Brennpunktesehr nähert; und es ist daher nur nöthig, den Gegenstand rechtsehr nahe an den Brennpunkt zu bringen, um in 10 oder 20 FußEntfernung ein ungemein großes Bild zu erhalten. Dieses aneiner Wand oder großen weißen Tafel aufgefangenc Bild ist es,welches das Sonnenmicroscop darsiellt, dessen Haupt-Einrichtungalso von der einen Seite nur darin besteht, dem Gegenstände eineStellung ein wenig von dem Brennpunkte entfernt zu geben, undihn so zu stellen, daß das Bild auf die Wand fällt. Aber bei ge-wöhnlicher Beleuchtung, selbst wenn man sie durch Spiegel undSammelgläser verstärkte, würde ein stark vergrößertes Bild so matterleuchtet sein, daß man cs nicht einmal wahrnehmen, viel wenigerin seinen einzelnen Theilen beobachten könnte. Man wendet des-halb das Sonnenlicht auf eine wirksamere Weise an, indem man dasRohr, worin sich die Linse befindet, in die Oeffnung am Fenster-laden eines finstern Zimmers cinsctzt, und nun die Sonnenstrahlenentweder unmittelbar grade durch dieses Rohr einfallcn oder vermit-telst einer Zurückwerfung von einem außen angebrachten Spiegel denGegenstand treffen laßt. Aber um die Erleuchtung aufs höchste zuverstärken, läßt man nicht allein (Ing. 74.) die vom Spiegel re-flectirten Sonnenstrahlen so in der Richtung des Rohres 6D ein-fallen, sondern concentrirt sie noch durch ein Sammelglas 6L, da-mit sie dicht vereinigt den Gegenstand treffen, der dem Brenn-punkte des Glases DI? ganz nahe liegend sein Bild an der Wand O Ddarstcllt. Besteht nun der Gegenstand, wie zum Beispiel der Flü-gel einer Fliege, aus durchsichtigen Theilen, zwischen welchen un-durchsichtige Aedcrchcn oder Fasern liegen, so zeigt die starke Be-leuchtung der durchsichtigen Thcile, oder das durch diese in reicherMenge durchgehende Licht, das Bild an den entsprechenden Stellenerleuchtet, an den Stellen, welche den undurchsichtigen Theilenentsprechen, ist das Bild unerleuchtet, und diese erscheinen daherals mehr oder minder deutliche Schatten begrenzt. Obgleich nunbei lOOOmaligec Vergrößerung des Gegenstandes das Licht derHellen Theile sehr geschwächt ist, so bleibt doch bei so mächtigerBeleuchtung noch immer ein hinreichender Unterschied kenntlich; aber