Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
56
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Körper in der Richtung zu suchen, wo wir ihn sehen, und daß dermit der Wirkung des Spiegels unbekannte Wilde den Gegenstand,den der Spiegel ihm zeigt, hinter dem Spiegel sucht. Ohne andiesen Satz von der gradlinigen Fortpflanzung des Lichtes zu denken,machen wir unzählige Anwendungen von demselben; denn indemwir beim Feldmcssen die Linie an unscrm Lineale ziehen, die uns,bei dem Visiren nach einem Gegenstände, als übereinstimmend mitder Richtung nach dein Gegenstände zu angegeben wurde, setzenwir voraus, daß der Lichtstrahl auch wirklich in gradcr Linie zuuns kam; indem wir beim Nivclliren oder Wasserwagen den Punct,aus welchen unser horizontal gestelltes Fernrohr hinwciset, als gleichhoch mit dem Fernrohre liegend bezeichnen, machen wir eben dieVoraussetzung; und hier kann cs uns, wie sich späterhin zeigenwird, ganz wohl begegnen, daß wir den Satz von der gradlinigenFortpflanzung der Lichtstrahlen weiter, als es gestattet ist, anwen-den, weil bei großen Entfernungen eine Krümmung des Lichtstrah-les cintritt.

Da cs eine große Menge von Körpern giebt, welche das Lichtnicht durchlasscn, so können nur diejenigen Lichtstrahlen, die voneinem leuchtenden Körper ausgehend neben dem dunkeln, undurch-sichtigen Körper Vorbeigehen, weiterhin noch die Wirkung des Lich-tes ausüben, Erleuchtung hervorbringen; diejenigen Punctc, zuwelchen hin eine von dem leuchtenden Körper ausgehende gradeLinie durch den undurchsichtigen Körper geht, erhalten von jenemkein Licht, sie liegen im Schatten des undurchsichtigen Körpers.Die Gestalt des Schattens oder seine Begrenzung wird daherbestimmt, wenn wir von den Grenzen des leuchtenden Körpers anden Umfang des undurchsichtigen grade Linien ziehen und dieseweiter hinaus verlängern. Ist der leuchtende Körper so klein, daßwir ihn einen leuchtenden Punct nennen können, so geben alle vondiesem Puncte ausgehenden und zugleich den dunkeln Körper berüh-renden graden Linien die Grenze des Schattens an; für einen grö-ßeren leuchtenden Körper dagegen muß man sich eine Ebne an denleuchtenden und den dunkeln Körper berührend gelegt, und an bei-den so, daß sie alle Lichtstrahlen ausschlicßt, immer beide berührend,fortgcführt denken, wenn man die Schattengrenzc erhalten will.Zn diesem Falle, wenn der leuchtende Körper nicht ganz klein ist,