Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
12
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hcrabwärts ziehend wirken; ihre Wirkung würde zum Theil auf-gehoben, wenn der Raum bis zur Hocizontalfläche mit der Flüssig-keit gefüllt wäre, aber dieses findet jetzt nicht statt, und die ge-stimmte Einwirkung des Flüssigen aus sich selbst besteht also an derconvexen Flache in einem nach innen gekehrten Zuge, wodurch eineVermehrung des Druckes hervorgebracht wird. Dieser nach innengerichtete Zug bewirkt cs, daß das Quecksilber in der Röhre DIÜniedriger sieht als außerhalb, und halt auch in andern Fällen demnach außen gerichteten Drucke einer höhcrn Säule das Gleichgewicht.

Andere Anwendungen dieser Theorie.

Daß ganz ähnliche Schlüffe statt finden, wenn die Oberflächedie Gestalt x k annimmt, (ibiA. ö.) und sich an der Wand hin-aufzicht, oder wie I?!,, (kiA. 6.) sich an ihr hccabdcängt, erhelltnun von selbst. Aber mehrere merkwürdige Erscheinungen findenhierin auch eine leichte Erklärung und dienen umgekehrt zur Be-stätigung der eben behaupteten Einwirkung der gegenseitigen Anzie-hung der Wassertheilchen an einer concaven und einer convexenOberfläche. Wenn man zwei verbundene Röhren (di-;. 7.) /bII6I),deren eine, 61), sehr eng ist, nach und nach mit Wasser füllt, sobeobachtet man, daß das Wasser zuerst in der engen Röhre höhersteigt, so daß die eine Oberfläche etwa in 6 LI steht, wenn dieandere, bedeutend concave, sich in NO befindet. Dieses Höhcr-sichen dauert fort, bis die concave Oberfläche die Mündung erreicht;aber man würde sich sehr irren, wenn man glauben wollte, daß dieRöhre bei I) ein Ausfließcn gestatten würde, wenn man fortfährt,auf die etwa in angekommcne Oberfläche noch mehr Wasserzu gießen. War die Oberfläche in der weiten Röhre, als derRand der hohlen Oberfläche die Mündung I) erreichte, so fängt,indem man bei k lj mehr Wasser zugießt, die hohle Oberfläche an,sich abzuflächcn, weil keine höher hinauf liegende Röhrcnwand mehrdas Entstehen der hohlen Krümmung unterstützt; wenn die Oberfläche118 eben so hoch steht, als die Mündung I), so ist die Oberflächebei l> genau eben geworden; aber wenn man auch noch mehrWasser langsam zugießt, so läuft es bei I) nicht aus, sondern wenndie Röhre trocken ist, so bildet sich eine convexe Oberfläche bei I),und wenn cs gelingt, diese bis zu einer vollen Halbkugel hinauszu-