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2 (1831)
Entstehung
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welche die Thcilcheir der Wand auf den flüssigen Körper ausüöen.So steigt, nach Schmidts Versuchen *) in Glasröhren von 1Lin. weit, Wasser 4,68 Linien, Weingeist 2,13 Linien, Schwcfel-Aether 1,77 Linien, also die letztem, leichteren Flüssigkeiten weni-ger hoch als Wasser; und wenn gleich die Maaßc der Höhen nichtbei allen Versuchen und bei allen Glas-Acten ganz genau gleichgefunden werden, so findet man doch diese so sehr bedeutende Un-gleichheit für verschiedene Flüssigkeiten immer deutlich bestätiget.Und so wie hier bei einerlei Materie der Röhre die Höhen der ver-schiedenen Flüssigkeiten ungleich sind, so sind diese cs auch, wennman ungleichartige, aber gleich weite Röhren in einerlei Flüssigkeitcintaucht.

Wenn man gleichartige Haarröhrchen von verschiedenem Durch-messer in einerlei Flüssigkeit eintaucht, so steigt diese in den engerenHaarröhrchen höher, und zwar so, daß die Höhe doppelt so groß istin der halb so weiten, dreimal so groß ist in der ein Drittel soweiten Röhre und so ferner. Der Grund hievon laßt sich so über-sehen. Da cs nur der Umfang der Röhre ist, welcher an der Mün-dung der Röhre in n das Heben bewirkt, so steigt freilich diese he-bende Kraft auf das Doppelte, wenn der Durchmesser der Röhreund folglich ihr Umfang doppelt so groß ist; aber wenn unter diesenUmstanden eine gleich hohe Säule gehoben würde, so wöge diese beidoppeltem Durchmesser viermal so viel **), und cs laßt sich daherleicht erachten, daß jene doppelt so große Kraft nur eine halb sohohe (dabei dennoch das doppelte Gewicht besitzende) Säule hebt,Dieses Gesetz findet sich mit großer Genauigkeit in den Versuchenbestätigt.

Wenn man, statt das Wasser in einer cylindrischcn Röhreaufsteigen zrl lassen, zwei ebne Platten parallel und vcctical ein-taucht, so steigt es zwischen diesen nur halb so hoch als in einer cy-lindrischen Röhre, deren Durchmesser dem Abstande der beiden pa-rallelen Platten gleich ist. Daß cs niedriger stehen muß zwischenden parallelen Platten ist offenbar, da ein Heben der Säule durch

*) G. G. Schmidt Lehrbuch. S. 267. Gilb. An». XXXIII. 97.

**) Weil ein Kreis von doppeltem Durchmesser viermal so vielMche hat-.