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Ober-Schlesien nebst der Grafschaft Glatz, mitAusnahme von Teschen und Bielitz, Troppau und ei-nem Theile von Jägemdorf, als ein souveränes Her-zog thum, übernahm die auf Schlesien haftenden Schul-den (Liber 1,500,000 Thaler), versprach alle sonstigenAnsprüche an die östreichischen Staaten aufzugeben,und die Katholiken nicht zu kränken.
Im Jahre 1744 erwarb er durch den Tod des letz-ten Fürsten von Ostfriesland, Carl Etzard, auchdies Fürstenthum.
a) Der Kurfürst von Baiern wurde zum Kaiser ge-wählt (24. Januar 1742), und Böhmen durch die Franzo-sen, Baiern und Sachsen erobert.
§. 64.
Oestreicli, mit England verbündet, hatte gegen dieFranzosen und Baiern einige Vortheile erstritten, auchzu Warschau ein Bündnifs mit Sachsen geschlossen,und Friedrich II. fürchtete nicht mit Unrecht die Ab-sicht, ihm das durch den Frieden erworbene Schlesienwieder streitig zu machen. Durch den Unionsver-trag zu Frankfurt vom 22. Mai 1744 mit Frank-reich und Baiern, wodurch er sich zugleich in demBesitze von Schlesien schützen wollte, versprach erCarl VII. zur Wiedererlangung seiner Erbländer (desKurfürstenthums Baiern, welches von den Oestreichernbesetzt war) behülflich zu seyn. Mit dem Einrückeneines preufsisclien Heeres von 80,000 Mann in Böhmenbegann der zweite schlesische Krieg. Kaiser CarlVII. starb und dem Frieden Oestreichs mit dem Kur-fürsten von Baiern, Maximilian Joseph, (1745) folgtebald ein enges Bündnifs mit Sachsen. Nach glänzen-den Siegen über die Oestreicher und Sachsen hieltFriedrich II. am 18. Dec. 1745 seinen Einzug in Dres-den und schon am 25. Dec. folgte der Frieden zu