Nutzen seiner Unterlhanen. als seinen eigenen im Augezu haben, und öffnete die Magazine zur Versorgungder Bedürftigen. Die Rechts pflege war zuerst Ge-genstand seiner besondern Aufmerksamkeit. Er entsagteden Machtsprüchen in gerichtlichen Entscheidungen.Den Streit wegen der, früher oranischen, HerrschaftHeer stall beendigte er durch deren Verkauf an dasStift Lüttich. Schlesien war im Jahre 1526 mitBöhmen an Oestreich gefallen. Friedrich II. erklärteMaria Theresia (Tochter Carls VI.) für die reclit-mäfsige Erbin aller östreichischen Staaten, machte aberdabei die Ansprüche seines Hauses auf die schlesischenFürstentlnimer Liegnitz, Brieg, Wolau und Jä-gerndorf, so wie auf Beuthen und Oderberggeltend. Da man in Wien seine Rechte nicht anerken-nen wollte, so rückte er am 16. Dec. 1740 mit einemHeere von 30,000 Mann in Schlesien ein, und es be-gann der erste schlesische Krieg. Der Könignahm bereits am 7. Nov. zu Breslau die Erbhuldi-gung von ganz Niederschlcsien an, kehrte auf ei-nige Zeit nach Berlin zurück, und gab Schlesien einemit der seiner übrigen Länder übereinstimmende Ver-fassung hinsichtlich des Ivameralwesens und der Justiz.Die feindliche Absicht Frankreichs, Spaniens, Baierns(ßündnifs zu Nymphenburg am 18. Mai 1741) undSachsens gegen Oestreich gab dem Könige dieseMächte zu Bundesgenossen in diesem Kriege, der, nach-dem die Oestreicher durch Friedrich am 17. Mai 1742bei Chotusitz und Czaslau gänzlich geschlagen worden,durch den Präliminar-Vertrag vom 11. Juni 1742zu Breslau und durch den Frieden vom 28. Julidesselben Jahres zu Berlin beendigt wurde. Frie-drich II. erhielt durch denselben ganz Nieder- und
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Übersichtliche Darstellung des Preußischen Staats-Rechts nebst einer kurzen Entwicklungs-Geschichte der Preußischen Monarchie
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