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die Mitbelehnung über Preufsen und legte dadurchden Grund zur nachherigen königlichen Würde desKurhauses Brandenburg. Der durch ihn im Jahre1543 bei Lenzen errichtete Elb zoll brachte bald ge-gen 70,000 Ducaten jährlich ein.
Die Verbreitung der Lehre Luthers halte in derMark einen schnellen Fortgang. Am 1. November1530 erklärte sich Joachim öffentlich für die luthe-rische Lehre und empfing zu Spandau das heiligeAbendmahl unter beiderlei Gestalt. Die BisthümerBrandenburg, Havelberg und Lebus, so wie die meistenKlöster wurden aufgehoben.
§. 52.
Sein Bruder Johann führte die evangelische Lehrein der Neumark ein, und trat dem schmalkaldischenBunde bei, den er indessen 1545 wieder verliefs, dasich sein Bruder, aus Neigung zum Frieden, nicht fürdenselben erklärte. Er errichtete zu Küstrin ein Ilof-und Kammergericht und hob„1553 die Appellationan das Reichskammergericht auf. Die Städte Küstrinund Peitz wurden befestigt.
§. 53.
Unter seinem Nachfolger Johann George (1571— 159S) wurde die Neumark wieder mit der Kur ver-einigt. Derselbe liefs 1572 eine Sammlung von Kir-chenverordnungen (corpus doctrinac') publicircn, hieltauf gröfsere Bildung der Geistlichen und errichtete meh-rere Gymnasien und Schulen. Er nahm die Niederlän-der, welche unter Philipp II. von Spanien aus ihrem Va-lerlande wanderten, auf und unterstützte sie. Ueberlrauptsorgte er auf alle mögliche Weise für den innerenWohlstand seiner Staaten, deren Bevölkerung unterseiner Regierung bedeutend zunahm. Er gab Berlin' und Köln ein Polizeigesetz und ordncLc die Einrichtung