— 11 —
grafen von Soltwedel. Es folgten ihm HeinrichI., iler Lange, Udo III., Heinrich II., Udo IV.,Conrad von Plötzkau (Sassenblome).
§. 31.
Nach seinem Tode folgen die Markgrafen aus demnscanischen oder anhaitischen Hause (bis zumJahre 1320). Albrecht der Bär, Sohn Otto desReichen, Grafen von Ballenstädt (Ascanien), erbte1123 Ascherslehen. 1134 belehnte ihn Kaiser Lu-ther mit der Nordmark (Mark Soltwedel). Durch ei-nen mifslungenen Versuch, seine, ihm von den deut-schen Fürsten zugesprochenen, Rechte auf Sachsen(damals von Herzog Heinrich dem Grofsmiithigcnregiert) geltend zu machen, wurde Albrecht aus derNordmark, welche Rudolph, Graf von Stade, 1140in Besitz nahm, und aus seinem ererbten Lande gänz-lich vertrieben.
§. 32.
Erst 1144 wurde er vom Kaiser Conrad aber-mals mit der Nordmark belehnt, so wie er denn auchin Folge des Vergleichs zu Frankfurt a. M. (1142)seine Erbgüter wieder erwarb, und das, seitdem vonden sächsischen Herzogen nicht mehr abhängige, Her-zoglhum Nordsachsen erhielt.
§. 33.
Wie und wann Albrecht das Land erworben,nach welchem er sich seit 1144 Markgraf von Bran-denburg genannt, darüber streiten die Geschichtsschrei-ber, gestützt auf die abweichenden Angaben der Chro-niken. Nach vielen Berichten erhielt er dies Besitz-thum durch ein Testament des letzten Königs der Wen-den, Przibczlaum, der sich kurz vor seinem Todezur Lehre des Christenlhums bekannte, und den Na-men Heinrich annahm. Nach andern verdankte er