Die Monde der drei äußersten Planeten. 215
einmal vor, bereicherte sie mit mehreren interessanten Entdeckungenund legte dadurch den Grund zu den ersten genauen Tafeln dieserSatelliten, die Delambre berechnete. Diese Arbeiten lehrten unsauch die Massen jener Monde kennen, die, in der bisher ange-nommenen Ordnung 17, 25, 28 und 45 Milliontheile der MasseJupiters betragen. Verbindet man diese Massen mit der bereitsoben mitgetheilten Größe dieser Monde, so findet man ihre Dich-tigkeiten gleich 1, 4, 5 und 4 Zehntheile der Dichte der Erde,und daher auch den Fall der Körper auf ihren Oberflächen in derersten Secunde, 8, 16, 20 und 19 Zehntheile eines P. Fußes.
§. 149. (Merkwürdige Verhältnisse ihrer Bewegungen.) Wirhaben bereits oben (l. §. 177) die merkwürdigen Verhältnisseangegeben, welche zwischen den mittleren Längen sowohl, als auchzwischen den mittleren siderischen Bewegungen der drei ersten dieserSatelliten statt haben. Eine Folge dieser Sonderharkeit ist, daßdiese drei Satelliten nie zugleich verfinstert werden können. Inder That, wenn der zweite und dritte dieser Monde, in demselbenPunkte des Himmels, von Jupiter aus gesehen, sich befinden, somuß, jenes Verhältnisses wegen, der erste Mond jenen bei-den gegenüber stehen; wird also dieser erste verfinstert, somüssen die beiden andern zwischen der Sonne und Jupiter liegen,und daher ihren Schatten ans den Hauptplaneten werfen, undumgekehrt.
H. 150. (Aul'lick des Himmels von diesen Monden.) Ohneuns bei der Beschreibung deS Anblicks aufzuhalten, welchen dievier Monde den Bewohnern Jupiters gewähren mögen, wollenwir nur mit einigen Worten des Genusses erwähnen, welchenJupiter selbst den Bewohnern der Satelliten darbietet. Welch einSchauspiel mag es für die Bewohner des ersten Satelliten seyn,eine innerem Monde ähnliche Scheibe, mit denielbe» regelmäßigabweselnden Lichtphasen, aber 1570 mal größer, als uns dieScheibe des Mondes zur Zeit des Volllichtes erscheint, immerunbeweglich an derselben Stelle des Himmels zu erblicken, währenddie Sonne selbst und alle andern Gestirne hinter ihr vorüberziehen,begleitet von anderen ebenfalls sehr großen lichten Himmelskörpern,welche die erste in künstlich verschlungenen Bahnen nach ewig