Die Monde der drei
n Planeten.
gerade Linie tritt, welche die Erde in Ii oder 0 mit deinöstlichen Rande des Planeten verbindet. Dieß sind wahre Sonnen-finsternisse für die Bewohner Jupiters (I. §, 175), während dievorher betrachteten Erscheinungen als Mondesfinsternisse sl. §. 174)anzusehen waren. In der That wirft dann der Satellit in eck seineneigenen Schattenkegel auf die ihm gegenüber stehende Oberflächedes Planeten und verdunkelt diesem dadurch das Licht der Sonne.Zu derselben Zeit sieht man dann auch noch einen zweiten naheeben so großen, grauen Flecken dem Satelliten vorausgehen, wenndie Finsterniß vor der Opposition Jupiters sich ereignet, oder ihmfolgen, wenn sie nach der Opposition statt hat. Dieß ist offenbarder Schatten des Satelliten, der über die Oberfläche des Pla-neten während der Finsterniß hinzieht. Bei diesen Vorübergängender Satelliten, die mit lichtstarken Fernrohren sehr scharf beob-achtet werden können, sieht man den Satelliten auch zuweilen alseinen dunklen, nicht mehr runden, sondern unregelmäßig be-gränzten Flecken, dessen Dimensionen beträchtlich kleiner sind, alsdie seines Schattens, woraus Schröter und Harding den Schlußgezogen haben, daß diese Satelliten zuweilen auf ihrer Oberflächeoder in ihrer Atmosphäre große, dunkle Stellen haben.
§. 148. (Theorie der Satelliten Jupiters.) Die Theorie derBewegungen und der gegenseitigen Störungen dieser Satelliten istgroßen Schwierigkeiten unterworfen. Aber ihre große Entfernungvon uns gestattet, bei den vorzüglichsten ihrer Perturbationen stehenzu bleiben, da wir die kleinern Ungleichheiten doch nicht mehrunterscheiden können. Bailly, der sich durch seine schöne, obgleichetwas dichterische Geschichte der Astronomie ausgezeichnet hat, unddessen grausamer Tod zur Zeit der Schreckensregierung in Frank-reich ein entsetzlicher Beweis der Unbeständigkeit der Volksgunstist, war der erste, der die Theorie dieser vier Monde durch Hülfeder Analyse zu bearbeiten suchte. Da aber sein Versuch noch zuunvollkommen war, so machte die k. Academie in Paris i. 1. 1766diesen schwierigen Gegenstand zu einer Preissrage, die Lag rängein ihrem ganzen Umfange in einer Abhandlung löste, welche eineder schönsten ist, die fe über die Einrichtung des Weltsystems er-schienen war. Im Jabre 1788 nahm Laplace dieselbe Arbeit noch