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2 (1835) Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels : mit der Darstellung von Sternbildern auf drei Stahlstichen, einer Sternkarte, einer Mondkarte und 23 astronomischen Figuren auf 3 Tafeln
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Der Mond.

Kälte, besonders zu ihrer langen Nachtzeit, wie auf den Gipfelnunserer hohen Berge, sehr groß seyn, nicht minder groß, als diedarauf folgende Hitze, wenn endlich nach vierzehn unserer Tagedie Sonue über ihm aufgeht und eben so lange über ihren, Hori-zonte verweilt. Aber diese langen Tage und Nächte erzeugen auchvielleicht durch eine Art von Destillation im halbleeren Räumeeine stete Wanderung aller Feuchtigkeit, die von der durck dieSonne erwärmten Hemisphäre nach der dunkeln Seite des Mon-des abfließt. Die Folge einer solchen Einrichtung würde eine ab-solute Trockenheit auf der Sonnenseite und ein immerwährendesHinströmen der Feuchtigkeit auf die Nachtseite des Mondes seyn,so daß, was wir Regen und Thau nennen, dort regelmäßig allevier Wochen die Runde um die ganze Kugel macht, und daßselbst die ebenfalls um den Mond wandernde Lichtgränze einemFlusse zu vergleichen ist, der gleich einem beweglichen Reifendie ganze Kugel umspannt und in jedem Monate abwechselnd je-den Theil der Oberfläche mit Wasser versorgt und zur Vegetationvorbereitet, wie es der Nil bei uns nur in jedem Jahre einmalthut. Bei einer solchen Einrichtung wäre es selbst sehr möglich,daß eine immerwährende Evaporation auf der einen und eine ste-tige Condensation auf der andern Seite des Mondes eine Art vonGleichgewicht in dem Zustande der Temperatur sowohl, als auchin den, der Feuchtigkeit und Trockenheit hervorbringt, der dieExtreme derselben mäßiget und auf die Bewohner jenes Weltkör-pers sehr wohlthätig einwirkt.

Wir haben bereits oben gesagt, daß den Seleniten unsereErde in der Oberfläche dreizehnmal größer, als uns der Mond,erscheint und daß sie ihnen dieselben Abwechslungen der Licht-gestalten zeigt, die wir bei dem Monde bemerken. So auffal-lend diese Erscheinungen bei einem so großen Weltkörper an sichseyn mögen, so sehr werden sie auch ohne Zweifel schon daran ge-wohnt seyn, und es wird auch dort nicht an Leuten fehlen, diesich um alles das, was über ihnen an, Himmel vorgeht, nichtweiter bekümmern. Aber dafür werden eben dieselben und auseben derselben Ursache, wie bei uns, desto mehr betroffen und er-schrocken seyn, wenn nun der gewöhnliche Lauf dieser Erscheinungen