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2 (1835) Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels : mit der Darstellung von Sternbildern auf drei Stahlstichen, einer Sternkarte, einer Mondkarte und 23 astronomischen Figuren auf 3 Tafeln
Entstehung
Seite
196
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Der Mond.

den können. Indeß will doch Schröter zuweilen Spuren eineräußerst schwnchen Dämmerung, besonders zur Zeit des Neumondesuu den sogenannten Hörnerspihen deS Mondes, demerkt haben.Wo aber keine Atmosphäre ist, läßt sich auch kein Wasser odereine demselben ähnliche Flüssigkeit annehmen. Wenn der Erdeihre Luft entzogen wurde, so würden die Flüsse und Meere der-selben in kurzer Zeit verdünsten und die ganze Erde austrocknen.In der That können wir auch ans der Oberstäche des Mondesnichts bemerken, was diesen unseren irdischen Wasserbehältern ähn-lich wäre. Schröter behauptet, auf dem ganzen Monde auchnicht eine Stelle von einiger Ausdehnung gesehen zu haben, dieauf ihrer Oberfläche. ganz eben wäre, wie die des Wassers sehnmüßte. Die großen, grauen Stellen des Mondes, die man mitden Namen der Meere belegt hat, sind voll kleiner Erhabenhei-ten und Vertiefungen und können durchaus nicht mit unser» Seenund Meeren verglichen werden. Indeß behauptet der jüngereHerschel, mit den große» Telescopen seines Vaters mehrere voll-kommen ebene Stellen daselbst gefunden zu haben, die er zwarnicht für Wasserflächen hält, die aber doch ganz den Charakterder Alluviation tragen sollen. Es ist in der That nicht wahr-scheinlich, daß dieser Himmelskörper immer ohne Atmosphäre ge-wesen ist. Die großen Revolutionen, die in der Vorzeit auf seinerOberfläche statt gehabt haben, sehen die Wirkungen des Feuersund diese wieder die Luft voraus, wenigstens eine feine Lust,ohne welche unser Feuer nicht bestehen könnte.

h. 141. (Mangel an Wasser auf dem Monde.) Für diesenMangel an Flüssigkeit jeder Art spricht auch schon der bloße An-blick des Mondes. Er erscheint uns wie ein trockener Ghps- oderSchwefelguß mit unzähligen Blasen und Höhlungen, mit Bergenund Tbälern bedeckt, die von großen und heftigen Erschütterungenzeugen, welche der Mond in der Vorzeit erlitten hat. Schröterist der Ansicht, daß alle diese Zerstörungen, die man auf der Ober-fläche deS Mondes bemerkt, durch eine nicht ganz vollführte Erup-tion oder durch eine bloße Aufschwellung seiner Oberfläche entstan-den sind. Das elastische Fluidum in seinem Innern drängte gegendie Oberfläche und verursachte dadurch an einzelnen Stellen jene