Der Mond.
(I. S. gesehen, wie man auf der Erde aus der bekannte»Höhe der Senne und der Länge des Schattens eines Thurinesdie Höhe des letzten finden kann. Ist nämlich in der dort ange-führten Fig. 9 4L der Thurm und -4L die Länge seines Schat-tens auf dem horizontalen Boden, so ist die Linie tllZ, scher Iihin verlängert, nach der Sonne gerichtet, und der Winkel 4( U istdie Höhe der Sonne (Einl. §. IN), die man mit Hülfe einesQuadranten (I. §. 43) leicht messen kann, während man die Länget40 des Schattens ans die gewöhnliche Weise mit einem Maaß-stabe bestimmt. Kennt man aber in einem bei .4 rechtwinkligenDreiecke 4LL eine Seite >44! mit ihrem anliegenden Winkel 4EU,so findet man daraus leicht (I. §. 62) auch die diesem Winkelgegenüberstehende Seite 4Ii oder die gesuchte Höhe des Tburms.Ganz dasselbe Verfahren wird man mm auch ans die Berge desMondes anwenden, deren Schattenlänge man mit dem Mikrometermessen kann, und wo die Höhe der Sonne über dem Horizontedes Berges ebenfalls bekannt ist, da sie immer gleich der Entfer-nung des Berges von der Lichtgränze seyn muß.
§. 140. (Atmosphäre des Mondes.) Der Mond scheint keine,oder auch nur eine äußerst feine Atmosphäre zu haben. Die Licht-gränze desselben ist scharf abgeschnitten und das hellste Licht dereinen Seite geht unmittelbar in das tiefste Dunkel der andernüber, während unsere Fernröhre doch bei viel entfernteren Him-melskörpern, besonders bei der Venus, eine deutliche Abstufungdes Lichtes an dieser Gränze, oder eine Dämmerung zeigen,die dem Aufgange der Sonne vorhergeht oder ihrem Untergangefolgt. Dieser gänzliche Mangel der Dämmerung bei dem Mondeseht eine das Licht sehr wenig brechende, also auch wohl sehr wenigdichte Luft voraus. Dasselbe folgt auch aus den Bedeckungen derFixsterne von dem Monde, die in seiner Nähe nicht schwächerwerden und ihr Licht nur allmäblig verlieren, sondern die mitganz ungetrübtem Glänze bis an seinen Rand hintrcte» unddann urplötzlich hinter demselben verschwinden, zum Zeiche», daßselbst die dem Monde nächsten und dichteste» Schichten seiner At-mosphäre, wenn diese überhaupt existirt, so fei» und durchsichtigsind, daß sie mit denen unserer Luft nicht weiter verglichen wer-
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