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2 (1835) Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels : mit der Darstellung von Sternbildern auf drei Stahlstichen, einer Sternkarte, einer Mondkarte und 23 astronomischen Figuren auf 3 Tafeln
Entstehung
Seite
194
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Der Mond.

auf dem hellen Hintergrunde der Sonne sehr gut gesehen und mitaller Schärfe gemessen werden kann.

Ein zweites Mittel, die Hohe dieser Berge zu messen, erstrecktsich auf alle uns sichtharen Orte des Mondes, nicht hloß auf diePunkte, welche in dem Rande desselben liegen. Wer auch nureinmal den Mond init einem mäßigen Fernrohre angesehen hat, wirdbemerkt haben, daß man nahe an der Lichtgränze, die meistens ebenihrer Berge wegen, sehr ausgezackt und unregelmäßig erscheint, indem dunkeln Theile des Mondes oiele isolirte, hellglänzende Punktesieht, die gleich den Inseln auf dem Meere oder gleich den Thau-tropfen auf den oon der Sonne beschienenen Blumen hervortreten.Man überzeugt sich bald, daß diese lichten Punkte nichts anders,als Berggipfel sind, die von der aufgehenden Sonne beschienenwerden zu einer Zeit, wo der Fuß dieser Berge noch in demSchatten der Nacht ruht, wie wir dieß auch auf unserer Erdekurz vor dem Aufgange oder bald nach dem Untergänge der SonneHemerken. Man sieht aber leicht, daß diese Berge desto höherseyn werden, je weiter ihre von der Sonne vergoldeten Gipfel vonder Lichtgränze entfernt, oder je tiefer sie in der Nachtfeite desMondes versenkt seyn werden, so daß man also aus dieser Ent-fernung von der Lichtgränze auch wieder rückwärts, auf die Hohedieser Berge, wird schließen können.

Eine dritte Methode, die Höbe der Mondsberge zu messen,wird uns durch eine andere, noch bekanntere Erfahrung gegeben,die wir auf unserer Erde täglich zu machen Gelegenheit haben.Wer weiß nicht, daß die Schatte» unserer Tbürmc und BergeMittags, wo die Sonne am höchsten steht, am kürzesten und imGegentheile beim Auf- oder lintergange der Sonne am längstensind, und daß diese Schatten vor dem Mittage gegen Westen undnach demselben gegen Osten gerichtet sind. Ganz eben so sehenwir auch die Schatten der Berge des Mondes während der Zeitseines Zgtägigen Tages hin und wieder ziehen, beim zunehmendenMond links und beim abnehmenden rechts fallen und zugleich im-mer länger werden, je näher ihnen die Lichtgränze kömmt, dadiese Gränze alle die Punkte des Mondes enthält, denen dieSonne eben auf- und untergeht. Wir haben aber bereits oben