Der Mond.
war. In dein Nlnro Erisinm (I^!>V Rand der Karte) fand ereine» Berg, den er mehrmals auf das genaueste beobachtet undgezeichnet hatte, und der ihm immer als länglich erschienen war,plöylieb und mit ausnehmender Deutlichkeit vollkommenrund und auf seinem Gipfel mit einem, drei Viertheile einer Meileim Durchmesser haltenden tiefen Krater versehen, von welchen: erfrüher auch nicht die geringste Spur entdecken konnte. Das Merk-würdigsie dabei war, daß dieser runde Berg mit seinem Kraternach einen: Monate wieder verfckwand, um dem alten länglichenBerg ohne Krater seine vorige Stelle einzuräumen.
H. 159. (Wie die Höhe der Mondsberge gemessen wird.) Ehewir diese sonderbaren Berge des Mondes gänzlich verlassen, wirdes den Lesern noch angenehm sepn, zu erfahren, auf welche Weiseman die Höhe derselben geinessen hat.
Wenn diese Berge genau an dem Rande der uns sichtbarenMondsscheibe stehen, so wird man mit dein gewöhnlichen Instru-mente, mit welchem die Astronomen überhaupt alle sehr kleinenDistanzen messen, mit den sogenannten Mikrometern mich dasVerhältniß ihrer Höbe zu dem Halbmesser des Mondes bestim-men können. Geseht, man hätte eine solche Erhöhung, oder auch,bei den Thälern des Mondes, eine solche Vertiefung, einen Ein-schnitt des Mondsrandes gleich dein hundertsten Theil des Halb-messers desselben gefunden, so weiß man auch sofort, daß die Höheoder Tiefe desselben 2°/,o Meilen beträgt, weil der Halbmesser desMondes (I. S. 521) 250 Meilen hat. In der Tbat sieht mandiesen Rand des Mondes, nicht ganz glatt, sonder» an mehrerenStellen wie ausgezackt, was nur von diese» Bergen oder Schluch-ten kommen kann. Wir werden weiter unten (III. §. 117) sehen,daß der Mond nicht ganz genau immer dieselbe Seite der Erdezuwendet, sondern daß der Rand der uns sichtbaren Scheibe sichöfter um nahe acht Grade, aus dein Mittelpunkte des Mondesgesehen, verschieben kann, daher zuweilen Berge oder Thäler indiesen Rand treten, die früher nicht sichtbar waren. Besondersgut anwendbar wird diese Methode zur Zeit der Sonnenfinster-nisse se>?n, wo die schwarze Scheibe des Mondes mit ihren ZackenLittrow's Himmel u. s. Wunder. II. 15