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2 (1835) Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels : mit der Darstellung von Sternbildern auf drei Stahlstichen, einer Sternkarte, einer Mondkarte und 23 astronomischen Figuren auf 3 Tafeln
Entstehung
Seite
192
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Der Mond.

Karte des Vux sto Domo von Desmuvet sieht, ja in einigen die-ser Krater bemerkt man sogar mit sehr guten Fernrohren deutlicheSpuren von vulkanischen Stratisicationen, die von einander fol-genden Auswürfen entstanden sind und sich so schichtenweije übereinander gelagert haben.

§. 1Z7. (Streifen des Mondes.) . Die bereits erwähnten Strei-fen, welche diese Ringgehirge, nach Art unserer Straßen zu ver-binden scheinen, sind gewiß keine Flüsse, wie man früher wohlgeglaubt hat. Denn abgesehen, daß es auf dem Moude au Flüs-sigkeilen aller Art zu fehlen scheint, bemerkt man auch keine Sei-nuadcrn derselben, durch welche sie Zufluß erhalten könnten, wohlose tiefe Abgründe, durch welche sie ungehindert ziehen, und inwelche» man wieder nichts-als Unebenheilen, aber nichts unserem,an seiner Oberfläche immer ebenen, Wasser Aehnliches bemerkt.Ja diese Straßen gehen nicht nur über jene Abgründe und Schluchten,sondern oft selbst mitten durch die großen Krater der Vulkaneund durchbrechen zuweilen ganze Systeme von Gebirgen, um aufder entgegengesetzten Seite derselben ihren Gang wieder ungestörtund in der alten Richtung fortzusetzen. Vielleicht sind sie seitJahrtausenden ausgetrocknete Flußbette oder Kanäle, durch welchejene Vulkane ehemals in Verbindung standen.

H. 1Z3. (Vulkane ans dem Monde.) Daß wenigstens einigedieser Vulkane des Mondes selbst jetzt noch thätig sind, scheinendie Beobachtungen Schröters und anderer Astronomen zu bestäti-gen. Halley will Blitze auf dem Monde und Ulloa in Spaniensogar ein Loch durch den ganzen Mond gesehen haben. Bianchinisah ein vorübergehendes Licht im Flecken des Plato, welches erdurch Sonnenstrahlen zu erklären sucht, die durch das Loch desFelsens in der Seitenwand des Fleckens eingefallen sind. Derältere Herschel sah auf dem nicht beleuchteten Theile des Mondeseinen hellleuchtenden Punkt, den er für das Feuer eines Vul-kans zu halten sich veranlaßt fand. Schröter fand i. I. 1788 beidem Flecken Hevelius (am östlichen Rande der Karte) einenl'/z Meilen im Durchmesser haltenden neuen Krater, von deiner fest überzeugt war, daß er im verflossenen Jahre, wo er dieseGegend auf das genaueste untersucht hatte, noch nicht vorhanden