Der Mond.
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Punkte dieser Kugel zurückwerfen könnte und weil wir dann denMond nur wie einen kleinen lichten Stern, aber nicht wie einegroße beleuchtete Scheibe seben würden. Diese Oberfläche desMondes wird also rauh und vielleicht mit einer großen Mengevon Unebenheiten, von Bergen und Tbäleru, bedeckt seyn, vonwelchen jeder Theil für sich als ein kleiner Spiegel betrachtetwerden muß, der sein Licht nach irgend einer Seite hin versendetund die alle zusammen die Ursache sind, daß wir den ganzenMond so sehen, wie er uns in der That ericheint. Wir werdenbald sehen, daß schon sehr mittelmäßige Fernröhre nnS von demDasei?» dieser Berge und Thäler vollkommen überzeugen.
Da nun aber unsere Erde, wie allgemein bekannt, ebenfallseine Kugel und da ihre Oberfläche auch mit Unebenheiten allerArt bedeckt ist, ko ist kein Zweifel, daß die Erde den Bewohnerndes Mondes eben so, wie der Mond uns, als eine beleuchteteScheibe, erscheinen wird. Mit Unrecht haben wir daher bisherunsere Erde als einen rauhen, dunklen Kloß von Erde angesehen,während wir die so hell leuchtenden Planeten und andere Himmels-körper, ihrer Schönheit wegen, für ganz andere und höhere Wesen zuhalten durch diesen Jrrtbum veranlaßt worden sind. Auch hier hingalso, wie in so vielen anderen Dingen, unser Urtheil nur von unsererStellung und von der Art ab, wie wir die Dinge um uns an-sehen. Wer zwischen der Erde und dem Monde mitten innestände, würde den rechten Standpunkt einnehmen, aus welchem erbeide Körper gleich vortheilhaft und gleich richtig beurtheilenkönnte.
Daß die grauen Flecken, die wir in dem Monde bemerken,in der That Berge und Thäler sind, lehrt uns schon der ersteBlick, den wir durch ein Fernrohr auf denselben werfen. Derbloße Anblick dieser Gegenstände selbst läßt weiter keinen Zweite!über jene Voraussehung entstehen, und die Schatten, welche siewerfen, überzeugen uns vollkommen von der Nichtigkeit derselben.Diese nicht weiter zu verkennenden Schatten stehen nämlich im-mer auf der der Sonne gegenüber liegenden Seite, und sie sindauch immer desto länger, je höher diese Berge selbst sind vder jetiefer für sie die Sonne an dein Horizonte derselben steht. An