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2 (1835) Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels : mit der Darstellung von Sternbildern auf drei Stahlstichen, einer Sternkarte, einer Mondkarte und 23 astronomischen Figuren auf 3 Tafeln
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Der Mond.

der Lichtgränzs, wo die helle Phase des Mondes sich von der dunklenscheidet, liegen alle die Orte, denen die Sonne eben auf- oder untergeht,und eben hier sind auch die Schatten, welche die Gipfel der Berge, sowie diejenigen, welche die hohen Wälle der Thäler in ihre Höhlungenwerfen, durchaus die längsten. Im Gegentheile werden diese Schaltenfür alle Orte immer kürzer, je tiefer diese Orte selbst in der Lichtseiteliegen, weil für sie der Tag schon längst angefangen und die Sonneschon eine größere Höbe über ihrem Horizonte erreicht hat. Zur Zeitdes Vollmondes endlich, wo die Bewohner der Mitte der jeptganz beleuchteten Scheibe eben Mittag und daher die Sonne inihrem Zenithe haben, bemerkt man von diesen Schatten beinahekeine Spur mehr, so wenig, als man sie in unserer heißen Zonehei allen senkrechten Gegenständen in dem Mittage desjenigen Ta-ges bemerkt, an welchem die Sonne in dem Scheitel dieser Ge-genstände steht. Aus dieser Ursache ist auch die beste Zeit derBeobachtung, die Zeit, wo man den Mond in seinem günstigstenund auffallendsten Lichte steht, keineswegs der Vollmond, sondernvielmehr die Tage kurz vor und nach dem Neumonde, wo er nurals ein feiner Silberfaden oder als eine schmale Sichel am Him-mel steht und die Schatten feiner Berge und Schluchten am deut-lichsten und grellsten erscheinen. Ueber die Benennungen dieserBerge und Thäler, wie sie von verschiedenen Astronomen vorge-schlagen wurden, haben wir bereits oben (S. 76) einige Nach-richten mitgetheilt, für das nun Folgende ersuchen wir die Leser,die Mondkarte am Ende des gegenwärtigen Theils aufzuschlagen.

§. IZü. (Nähere Beschreibung der Mondsberge.) Bemerkenwir zuerst von diesen Bergen die wahrhaft ungeheuere Höhe der-selben. Der Chimbvrasso, der sonst immer als der höchste Bergder Erde angegeben wurde, hat eine Höhe von 19Z20 Par. Fußüber der Meeresfläche und beträgt daher mir den 1017ten Theildes Erdhalbmessers. Der Dhawalagiri im Himalaja-Gebirge soll2Ü150 P. Fuß Höhe haben, und würde daher den 812ten Theildes Halbmessers der Erde betragen. Ein Globus, auf welchem derleyte Berg in der Höhe eines Zolles erscheinen sollte, müßte da-her gegen 180 Fuß im Durchmesser haben. Allein Schröter hatBerge im Mond gefunden, deren Höhe 25000 P. Fuß beträgt,