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2 (1835) Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels : mit der Darstellung von Sternbildern auf drei Stahlstichen, einer Sternkarte, einer Mondkarte und 23 astronomischen Figuren auf 3 Tafeln
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185
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Der Mond. 585

für die Bewohner des Mondes gewähre»! Ich kann nicht weiterzweifeln, daß die Gelehrten im Monds, die gleich den unseren füralles sofort ihre Gründe haben, diese auffallende Erscheinung desStillstandes eines, alle andere Gestirne an Größe so weit über-treffenden Himmelskörpers, sehr scharfsinnig aus der dieser Größehöchst angemessenen Trägheit ableiten und daß eben so ihre Dichter,wenn sie das Lob der Faulheit singen, unsere Erde als Musterund als das erhabenste Ideal derselben aufstellen werden. Undwer wird es den frommen Gemütbern dieses Volkes verargenkönnen, wenn sie dieses ungeheure Gestirn mit seinem auffallendenLichtwechsel als den Abglanz der Gottheit verehren, die in ewigerRuhe ihren festgsgründeten Thron einnimmt, während alle andernGestirne des Himmels, Sonne und Planeten nicht ausgenommen,in abgemessenen Bahnen ehrfurchtsvoll vor ihr vorüberziehen.

§. 152. (Bewohner der vorderen und Hinteren Seite des Mon-des.) Doch gilt dieß erhabene Schauspiel nur denjenigen Mondes-bürgern, welche die vordere, gegen die Erde gewendete Hälfte desMondes bewohnen. Die andern wissen nichts davon, da sie (I.S. 326) ewig von der Erde abgewendet sind und sie daher niesehen können. Sie haben daher auch wohl keine Ahnung von denherrlichen Erscheinungen, welche ihre Nachbarn auf der andernHälfte ihrer Erde täglich und stündlich genießen, wenn sie nichtzuweilen von Reisenden, die aus jenen Gegenden zu ihnen kommen,davon Nachricht erhalten. Mit welchem Erstaunen mögen sie dieErzählungen derselben anhören und mit welcher Andacht werdensie vielleicht in ganzen Karavanen ihre Wallfahrten nach demglücklichen Orte anstellen, wo ihnen der Anblick dieser Wunder desHimmels gegönnt ist. Diejenigen Seleniten, welche nahe an demRande der uns sichtbaren Scheibe wohnen, können diese Reise inkurzer Zeit vollenden und die Genüsse, die sie erwarten, mögendie unserer sogenannten Reisen um die Welt weit übertreffen.

Uebrigens haben diese glücklichen Bewohner der Vorderseitedes Mondes noch einen andern nicht geringen Vortheil vor ihrenNachbarn auf der andern Seite voraus, und es scheint dort obenwie hier unten zu gehen, daß dem, der einmal im Vortheile ist,das Glück von allen Seiten zuzuströmen pflegt. Wir haben