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2 (1835) Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels : mit der Darstellung von Sternbildern auf drei Stahlstichen, einer Sternkarte, einer Mondkarte und 23 astronomischen Figuren auf 3 Tafeln
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VenuS.

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»nd daher dicktern Schichten der Atmosphäre diese? Planeten ein-treten. Dadurch wird nicht bloß die Existenz der Atmosphäre derVenus, sondern auch ihre Ähnlichkeit mit derjenigen der Erdebewiesen, wenigstens in Beziehung auf ihre Dichte und Höhe,nicht aber in Rücksicht auf ihre andern Eigenschaften, die vielleichtmit denen unserer Luft nichts gemein haben. So haben wir zwaroben von Wolken gesprochen, die Schröter zuweilen über 0erOberstäche der Venus gesehen hat, allein diese grauen Flecke» sindso matt und lichtschwach, daß sie mehr leichten Dünsten oderNebeln, als eigentlichen Wolken gleichen, und sie gehören über-dieß zu den sehr seltenen Erscheinungen. Die Bewohner dieseSPlaneten scheinen daher eine viel reinere Luft, einen viel heiterer»Himmel zu haben, als wir, und da es ihm an so starken Aus-dünstungen fehlt, wie bei uns die Seen und Meere erzeugen, somag eS dort wohl auch an solchen große» Wasserbehältern fehlenund überhaupt alles in dem Zustande der Trockenheit oder derKrystallisation seyn, den wir ebenfalls auf unserm Mondebemerken.

§. 37. (Berge auf der Venus.) Die so eben erwähnte Lickt-grenze der Venus ist nicht nur, in Beziehung auf ihr Licht, all-mählig an Helligkeit abnekmend, sondern sie ist auch, so wie wirdieß sehr deutlich bei unserm Monde bemerken, nicht regelmäßigin ihrer Krümmung fortgehend, sondern vielmehr häufig gebrochenund gleichsam ausgezackt. Besonders auffallend sieht man dieß anden beiden Enden der Lichtgrenze, an den sogenannten Hörnernderselben, die bald viel zu lief in die dunkle Seite hineintreten,bald wieder sich zurückziehen, bald abgestumpft, bald wieder sehrzugespitzt erscheinen. Dieß scheint ans hohe Berge und tiefe Thälerzu deuten, durch welche der regelmäßige Zug der Lichtgrenze,unterbrochen wird. Diese Vermuthung wird vollkommen bestätigtdurch die vielen isolirten, lichten Punkte, die man in der Nacht-seite, oft in einer beträchtlichen Entfernung von der Lichtgrenze,erblickt, und die nichts anders seyn können, als hohe Berge, derenGipfel von der untergehenden Sonne noch beschienen werden, wennihr Fuß bereits tief in die Schatten der Nacht herabgesunken ist.Man sieht leicht, daß eben diese Entfernung der Lichtpunkte von