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Venus.
der Schattengrenze ei» Mittel gibt, die Höbe dieser Berge zumesse», da die Gipfel der höher» Berge offenbar früher vor deinLlnsgange, oder später »ach dem Untergänge der Sonne von ihrbeleuchtet seyn werden, als die kleineren. Schröter, der diesenGegenstand mit besonderem Eifer verfolgte, fand, daß Venus über-haupt sehr gebirgig ist, und daß viele dieser Berge eine Höhehaben, gegen welche die höchsten Berge unserer Erde nur wieZwerge erscheinen. Er fand Berge, die bis zu einer Höhe vonsechs Meilen heransteigen, und die daher sechsmal höher sind,als der Chimborasso oder der Dbawalagiri. Auch hier, wie beiandern Planeten, wie selbst bei der Erde, findet man die größtenund höchsten Gebirge in der südlichen Hemisphäre, wovon wir dieUrsache noch nicht angeben können. Es ist möglich, daß Süd undNord nicht bloß eine mathematische Unterscheidung sind, und daßdamit eine allgemeine, durch unser ganzes System wirkende Kraftim Znsammenhange stehe, wie wir diese z, B. schon bei unsermMagnetismus bemerken.
§. S8. (Rotation der Venns.) So lange man diese Berge derVenns nicht kannte, war es schwer, die Rotation derselben zubestimmen, da sie, wie bereits gesagt, mir sehr wenige, veränder-liche und nicht ausgezeichnete Flecken hat. Dominic Cassini, derStammvater jener astronomischen Familie, die bis in ihr viertesGlied der Sternwarte in Paris vorstand, hatte bei dieser Bestim-mung über viele Hindernisse zu klagen, da ihm doch die Beob-achtung der Rotation von Mars und Jupiter sehr gut gelungenwar. Nur mit großer Mühe setzte er die Umdrehnngszeit derVenus auf 23,z unserer Stunden fest. Bianchini aber, der eben-falls mit für seine Zeit sehr vorzüglichen Fernröhren versehen war,fand sie etwa 60 Jahre später gleich 24,. Stunden. Schröterder diese Planeten über zwanzig Jahre mit Eifer beobachte-te, fand mit Hülfe seiner 7 - und 27füßigen Herschel'schenTelescope, diese Umdrehungszeit der Venus gleich 23 St. 21Min., also nahe so, wie schon D. Cassini im Jahre 1666. Schrö-ter bennyte dazu besonders die bereits oben erwähnten periodi-schen Veränderungen ihrer Hörnerspipen. Man findet diese unddie übrigen Beobachtungen Schröters in seinen „Aphroditogra-