Merkur.
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weil vi.lleicht das Licht der Sonne sie uns zu sehen hindert. So-nach wäre eS also auch unmöglich gewesen, über die Rotationdieses Planeten um seine Ape irgend etwas festzusetzen, allein dieeben erwähnte Beobachtung der nur unbestimmt begrenzten Phasen,die Schröter sebr lange fortsetzte, gab ihm Gelegenheit, in ihnenselbst ei» Mittel zu finden, die Rotation des Planeten zu erkennen.Er fand nämlich, daß die eine Spitze des sogenannten Horns deSbeleuchteten Tbeils seiner Gestalt, sich nach einer regelmäßigen Periodeändere, was wahrscheinlich von groß-ui Gebirgen in der Nähe deSeinen Poles verursacht wird, und indem er diese Periode genauzu bestimmen suchte, fand er, daß sich Merkur in der That umseine A,re drehe, und zwar sehr nahe in derselben Zeit, in welcherauch die Erde sich um sich selbst bewegt, so daß also die TageMerkurs mit den unser» nahe von gleicher Dauer sind.
§. 48. (Jahreszeiten auf Merkur.) Wenn aber auch dieTageszeiten auf diesen beiden Planeten nur wenig verschieden sind,so sind es dafür die Jahreszeiten desto mehr. Zwar nicht anihrer Intensität oder in ibrem gegenseitigen Verhältnisse, denndiese hängt, wie wir oben (I. Cap. VII.) gesehen haben, von derNeigung der Bahn des Planeten gegen seinen Aequator oder vonder sogenannten Schiefe der Ecliptik ab (l. §. 83.) und diese istbei Merkur, wo sie 29 Gr, beträgt, nur wenig von dem bei unsverschieden, wo sie gleich 2? Gr. 28 Min. ist. Allein die Schnel-ligkeit des Wechsels dieser Jahreszeiten ist dort viel größer, alshier, dort, wo jede der vier Jahreszeiten nur drei Wochen, odernäher 22 Tage dauert, während sie bei uns 91 Tage, also mehrals viermal so laiige währt. Dieser schnelle Wechsel der Tem-p ratur wird vielleicht auf der Oberfläche Merkurs eine Art vonlimnerwährendem Frühlingswetter hervorbringen, wenn nicht dieZeit der Anwesenheit der Sonne bei Tag wegen ihrer großen Nabeeine zu starke Hitze erzeugt, die von der darauf folgenden Nachtnicht wieder abgekühlt werden kann. Wenn man bedenkt, welchewichtige Rolle das Licht schon auf unserer Erde spielt, so darfman auch voraussetzen, daß die Sonne auf dem von ihr vorzüglichbegünstigten Planeten nicht nur mit stärkeren Farben malt, sondernauch mir größerer Kraft in sein Inneres dringt, und daß schon