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Merkur.
aus diesem Grunde die Pflanzen und Thiers, welche diesen Pla-neten bedecken, von denen unserer Erde ungemein verschieden seynwerden.
§. 49. (Hohe Berg- auf Merkur.) Noch mag bemerkt wer-den, daß Schröter auf dem Merkur sehr hohe Berge entdeckte,die sich in Züge» von 49 und 6V Meilen Lauge hinziehen. Diegrößten derselben sollen eine Höhe von 53,999 Fuß, also mehr alsdie doppelte Höhe der größten Berge der Erde haben. Diemeisten und höchsten dieser Berge findet man bei diesem sowohlals auch bei allen andern Planeten, auf der südlichen Hemisphäre.Es ist möglich, daß sie zur Milderung der hohen Temperatur,die auf der Oberfläche Merkurs herrschen mag, nicht wenig bei-tragen.
§. 59. (Vorübergänge Merkurs vor der Sonncnschcibe.) Wenndieser Planet zur Zeit seiner untern Conjunction sin (5) derFig. 4^ nahe bei der Ecliptik, also auch nahe bei seiner Knoten-linie ss. Bd.I.) ist, so sieht man ihn als einen kleinen, runden,schwarzen Flecken vor der Sonnenscheibe vorübergehen. Mannennt dieß einen Durchgang des Planeten. Der scheinbareDurchmesser desselben wird dann von der Erde unter dein Winkelvon 12 See. gesehen. Bei der gegenwärtigen Lage seiner Knotenkönnen diese Durchgänge nur in den beiden Monaten May undNovember statt haben. Kepler kündigte der erste aus den von ihmselbst entworfenen Tafeln dieses Planeten einen solchen Durchgangfür das Jahr 16Z1 an, den auch Gassendi am 7. Nov. diesesJahrs in Paris beobachtete. Seit dieser Epoche sind viele solcheDurchgänge gesehen worden. Sie kommen gewöhnlich in Periodenvon 15, genauer von 26 oder auch 46 Jahren wieder und dienenden Astronomen zur Correction der Elemente (s.Bd.I.) diesesPlaneten, oder zur Verbesserung seiner Tafeln. Das folgendeVerzeichnis; gibt die nächstfolgenden fichtbaren Durchgänge diesesPlaneten. Die zweite Columue enthält die inilt. Par. Zeit derConjunclion oder den Augenblick, in welchem der Mittelpunkt derSonne und des Planeten von der Erde gesehen, dieselbe Längehaben; die dritte gibt die Zeit der Mitte des Durchganges, die