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lisirtcn Staaten Europa'S, wo ähnliche Zustände ähnliche Bedürfnisse hervorgerufenhatten. Die höchste Untcrrichts-Bchörde unseres Staats widmete alsbald auch diesenneuen Anstalten, die auf Vcrsittlichung des Volkes den wohlthätigstcn Einfluß äußernzu können schienen, die thcilnchmeudste Fürsorge, und gab im Jahre 1829 dem Ma-gistrat Veranlassung, die sämmtlichen Armen-Kommissionen auf den Gegenstand auf-merksam zu machen, damit sie denselben bei denjenigen hiesigen Einwohnern in Anre-gung bringen möchten, denen Sinn für die Sache zuzutrauen war. Demzufolge machteim Jahre 1830 die Iste Armen-Kommission hicrselbst zuerst den Versuch zur Errichtungeiner Klein-Kinder-Bewahranstalt HNr. 1.), und er gelang so vollkommen, daß balddie Errichtung anderer Anstalten unter der Leitung von Privat-Vcreincn erfolgte.
Der im Jahre 1830 errichteten Klein-Kinder-Bewahranstalt . Nr. 1.
folgte im Jahre 1831 die Errichtung der Anstalt Nr. 2.
- 1832 - - - . Nr. 4.
- - 1833 - - - - Nr. 5.
1834 folgten die Anstalten Nr. 3. 0. 7. 8. 9. 10.
11. 12. und 13.
1835 - - - Nr. 14. 15. und 17.
. 1836 Nr. >6. 19. und 21.
. 1837 - - - Nr. 18. und 20.
. 1838 - - - Nr. 22.
- 1839 Nr. 23.
- 1840 - - - Nr. 24.
Es waren also Ende 1840: 24 Bewahranstalten hier vorhanden, die ihr Be-stehen dem Wohlthätigkeitssinne des Publikums und den reichen Spenden höchster undhoher Personen zu verdanken und sich fortwährend der Thcilnahme des Ersteren unddes Schutzes der Letzteren zu erfreuen haben. Den Anstalten Nr. 5. 6. 12. 14. 16.17. 19. 21. 22. 23. u. 24. haben Ihre Majestät die Königin; den Anstalten Nr. 4.und 13. Ihre Königl. Hoheit die Frau Prinzessin Albrccht; den Anstalten Nr. 8.9. 10. 11. 18. u. 2V. Ihre Königl. Hoheit die Frau Prinzessin Wilhelm; der An-stalt Nr. 15. die Frau Fürstin von Liegnitz Durchlaucht Ihre Protection zuzusicherndie Gnade gehabt.
Im Jahre 1840 zählten diese 24 Anstalten zusammen 2,992 Kinder, nachdem imLaufe des Jahres 1840: 1,916 Kinder aufgenommen und 1,776 zu den ordentlichenSchulen entlassen worden waren. Die Gesammt-Einnahme aller Anstalten betrug im
Jahre 1840 circa 15,000 Rthlr.
die Ausgabe circa 13,000 Rthlr.
Jede Anstalt wird zunächst von einem Vorstande geleitet und beaufsichtigt, deraus geachteten Männern und Frauen gebildet ist und unter seinen Mitgliedern einenGeistlichen zählt. Der Vorstand läßt die ihm untergebenen Anstalten durch seine Mit-glieder so oft als möglich besuchen. Die nächste Leitung der Anstalt ist den Erzie-hern übertragen, deren Personal bei den meisten jetzt vorhandenen Anstalten aus einemEhepaar besteht. Die Lokalien bestehen bei jeder Anstalt aus einem geräumigen, derKindcrzahl angemessenen Zimmer, das mit beweglichen Bänken versehen ist, damitdas Zimmer, nach deren Beisciteschaffung, bei schlechtem Wetter den Kindern auch zurBewegung und zu Spielen dienen kann. Abbildungen zur Unterhaltung und Beleh-rung, an welche der Erzieher seine Gespräche mit den Kiirdcrn anknüpfen kann, zieren