Sparkassen - Angelegenheit.
-/tus der mit ». bezeichneten Nachweisung ergicbt sich, daß sich die Bestände deralten Sparkasse am Schlüsse der Jahre 1830 bis incl. 1833 vermindert, von dieserZeit ab bis incl. 183k wieder vermehrt, sodann aber, bis zu ihrer Auslosung, wiederfortgesetzt vermindert haben.
Die Verminderung der Bestände, oder vielmehr der vom Publikum eingelegtenSummen in den Jahren 183k bis 1833 dürste wohl zum Theil im Ausbruch derCholera, hauptsächlich aber in den damaligen politischen Zcitvcrhältnisscn ihren Grundfinden, da im Publikum nach dem Ausbruche der französischen Revolution im Jahre1830 die Befürchtung vor einem etwa ausbrechenden Kriege rege und auch in denfolgenden Jahren durch die Unruhen in Belgien und Polen wach erhalten wurde.Viele Interessenten mögen zu jener Zeit ihre Kapitalien in der Befürchtung eingezo-gen haben, daß bei einem etwa ausbrechenden Kriege die Sparkasse in Verlegenheitkommen möchte.
Mit dem Aushören jener Unruhen befestigte sich das Zutrauen des Publikumswieder, und daher auch die steigenden Einzahlungen in den Jahren 1834 bis 1837.
Bei diesen so starken Einzahlungen wurde aber die Belegung der Gelder inzinstragenden Papieren, deren Cours über den Nominalwcrth stieg, sehr schwie-rig, und konnte leicht Nachthcil für die Commune eben so wohl hieraus, als auchbei den im Jahre 183k angefangenen Verloosungcn der Berliner Stadt-Obliga-tionen dadurch entstehen, daß ein großer Theil der der Sparkasse gehörigen, odereigentlich von dieser für die Interessenten aufbewahrten Stadt-Obligationen ausgeloosctwurde, und die Kasse den jedesmal entstehenden Agio-Verlust zu tragen hatte, dadieser den einzelnen Interessenten nicht zu berechnen war, weil auf die einzelnenContos keine bestimmten Obligationen mit 1-itt. und blo. eingetragen wurden.
Um nun beiden Uebclständen einigermaßen abzuhelfen, sahen sich die Communal-Behörden im Jahre >837 veranlaßt, durch die Bekanntmachung vom 12. Mai alleSparkassenbücher, deren Werth 300 Nthlr. betrug oder überstieg, zu kündigen unddie Inhaber zur Abhebung der Kapitalien aufzufordern, auch die in Betreff desiVl-iximi bis dahin uneingeschränkt gewesenen Einzahlungen auf monatlich 20 Rthlr. fest-zusetzen; überhaupt aber im Jahre 1838 ein neues Statut zu entwerfen, und unterAushebung der alten Sparkasse eine neue zu eröffnen.
Aus diesen beiden Maaßrcgeln erklärt sich die Verminderung der Sparkassen-Bestände im Jahre 1837, diejenige von 1838 ab aber durch die in diesem Jahreerfolgte gänzliche Auflösung der alten Kasse.
Eine genaue monatliche Nachweisung des Zustandes der jetzigen sncnen) Sparkassewährend der Zeit ihres Bestehens, vom 13. Oktober 1838 bis >ül. Dezember 1840,ist üuk K. beigefügt, und ist anS derselben zu ersehen, wie die jedesmaligen sogenann-ten Quartal-Monate sich als diejenigen, in denen die meisten Einzahlungen erfolgen,darthun.
Unter e. ist das neueste Statut der Kasse abgedruckt.