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Bericht über die Verwaltung der Stadt Berlin in den Jahren 1829 bis incl. 1840
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den Behörden Bericht über die Anstalt erstattet und die Conduitcnliste der Lehrereingereicht.

Das Lehrer-Collcgium bestand bisher außer dem Direktor aus 4 ordentlichen und14 außerordentlichen oder Hülfslehrcrn; es wird indessen jetzt beabsichtigt, durch Anstel-lung eines fünften ordentlichen Lehrers die Zahl der Hülfslehrcr auf 10 zu vermindern.

Die nächste Aufsichts- und vermittelnde Behörde zwischen der Anstalt und denhöheren Behörden bildet das Curatorium der Schule, welches aus 3 bis 5 Personenzusammengesetzt sein, und unter denen sich wenigstens ein Mitglied des Magistrats,und ein Mitglied der Stadtverordneten-Versammlung befinden sollen. Dieselben wer-den, mit Ausnahme der Mitglieder des Magistrats, von der Stadtverordneten-Ver-sammlung gewählt. Der jedesmalige Stadt-Schulrath ist stets Mitglied dieses Cura-toriums.

Die Gewerbeschule war im Jahre 1824 vorläufig in dem sogenannten Fürsten-hause, Kurstraße Nr. 32., eröffnet worden, erhielt jedoch, als dieses für das Fricdrichs-Wcrdersche Gymnasium eingerichtet wurde, im Jahre 1829 ihr jetziges Local in derNiedcr-Wallstraße Nr. 12., welches die Commune zu diesem Zweck 1823 erkauftefür 43,999 Nthlr.

Zum Ausbau wurden in den Jahren 1829 bis 1833 verwandt . . 4,232 -

Summa 49,232 Nthlr.

Anfänglich konnte, da das obere Stockwerk noch auf einige Zeit vcrmiethet war,die Schule nicht sofort in den Besitz der für ihren Zweck erforderlichen Räume kom-men. Dies wurde indessen bereits 1829 möglich und nun wurde das Gebäude für denSchulzweck vollständig ausgebaut und eingerichtet. Die Schule besitzt in demselben:

1) ein großes Auditorium, das zugleich als Zeichncnklasse benutzt wird;

2) fünf Schulklasscn, geräumig und hell, und sämmtlich entfernt von Geräusch nachdem Hofe gelegen;

3) eine Klasse für den chemischen und physikalischen Unterricht;

4) drei Zimmer zur Aufstelluüg der Apparate und Sammlungen;

3) ein chemisches Laboratorium mit den erforderlichen Oefen und Einrichtungen,und daneben ein heizbares chemisches Arbeitszimmer;

6) Wohnungen für den Direktor, den zweiten Lehrer und den Schuldiener. Fer-ner die erforderlichen Räume an Holzgelaß, Keller:c., geräumigen Hosraumund Garten.

Das Lokal gehört durch seine Lage nahe am Mittelpunkte der Stadt, durch dieAbgeschiedenheit der Hintergebäude, die dennoch der Luft und dem Licht ungehindertenZugang gestatten, zu den angemessensten und dabei freundlichsten Schullokalen.

Wenn so Seitens der städtischen Verwaltung nichts verabsäumt worden ist, umdie Gewerbeschule ihrer Bestimmung gemäß einzurichten, so ist auch die Schule selbstfortdauernd bemüht gewesen, ihrem Ziele immer näher zu kommen, und hat die Ge-nugthuung gehabt, die Früchte ihrer Anstrengungen an vielen ihrer ehemaligen Schü-ler in deren späteren Wirksamkeit wahrzunehmen.

In den Jahren 1829 bis 1849 incl. wurden in der Gewerbeschule durchschnittlichjährlich 183 Schüler unterrichtet, und sind in diesen 12 Jahren 379 Schüler aus denbeiden oberen Klassen, wovon 131 aus Prima und 243 aus Secunda, ins bürger-liche Leben übergegangen.

So weit über diese Schüler Erkundigungen haben eingezogen werden können,haben sich dieselben größtentheils vortrefflich bewährt und einzelne in ihren FächernAusgezeichnetes geleistet.