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nahmen stattfinden zu lassen. Zu dem Ende wurde der Cursus in jeder der beidenTertiaklassen ein halbjähriger, und die Klassen selbst einander untergeordnet.
Die Schule besteht demnach jetzt aus fünf einander subordinirten Klassen, vondenen die drei unteren, Quarta, Ober- und Untcrtia halbjährige, die Secunda eine»einjährigen, und die Prima einen ein- bis zweijährigen Cursus haben.
Was den Lehrplan der Schule betrifft, so war dieselbe ihrer angegebenen Bestim-mung zufolge vorzugsweise auf die Naturwissenschaften, die Mathematik unddie neueren Sprachen angewiesen. Dessen ungeachtet durfte sie nicht übersehen,daß ihr die Schüler in einem Alter oder aus einer Bildungsstufe stehend übergebenwurden, in welcher ihre allgemein menschliche Bildung noch nicht als abgeschlossen oderbis zu dem erforderlichen Grade vollendet betrachtet werden konnte. Zur Förderungdieser allgemeinen Schulbildung wurde daher, außer dem Religions- und deutschenSprachunterricht, auch die Geschichte in den Kreis der Unterrichtsgegcnstänvegezogen, anfänglich nur in den beiden oberen, später in den vier ersten Klassen. Ueber-haupt zeigte es sich rathsam und nothwendig, auch die übrigen Gegenstände in einerWeise zu behandeln, daß der Stoff zur Entwickelung und Bildung des Geistes sorg-sam benutzt, und die Rücksicht auf die künftige Benutzung im Leben nicht die vorwal-tende werde. Ein ausschließliches Hinarbeiten auf den künftigen Berus, und eine Be-handlung der Wissenschaften, selbst der Naturwissenschaften aus dem bloß praktischenindustriellen und technologischen Gesichtspunkte wurde bei Schülern, die noch in denKnaben- und ersten Jünglingsjahrcn stehen, als ein eben so vergebliches als verwerf-liches Bemühen erkannt; vergeblich, weil die Theorie erst gründlich erfaßt sein will,che sie mit Nutzen angewandt werden kann; verwerflich, weil diese sich fälschlich sonennende praktische Behandlung des Unterrichts, das edlere und menschlichere Zielverkennt, das sich jede Schule, die zugleich junge Gemüther bilden soll, stellen muß.Aus demselben Grunde wurde auch den Schülern Gelegenheit gegeben, den Gesangzu üben, so wie denn von der andern Seite die Bestimmung dieser Schule es erfor-derte, das Zeichnen, sowohl das freie Handzeichnen, als das Situations- und archi-tektonische Zeichnen, ünd in den drei unteren Klassen auch noch das Schönschreibenin den Lehrplan mit aufzunehmen.
Die Zahl der Stunden, die den genannten Lehrgegeuständen wöchentlich in jederKlasse gewidmet sind, ergiebt die nachstehende Uebersicht: