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große Zahl derer, welche durch andere Bestimmung abgerufen, das Gymnasium geradein dem Zeitpunkte verlassen, wo sie kaum die Grammatik jener Sprachen kennen ge-lernt, nur wenig Gewinn ziehen könnte; daß die formale Geistesbildung, die aller-dings auch solche Schüler durch den Elementar-Unterricht in den alten Sprachen er-langten, sich ebenfalls durch einen gründlichen Unterricht in der Muttersprache undeiner neueren fremden Sprache erreichen lassen, und daß nur durch das Aufgeben deralten Sprachen diese Schüler die erforderliche Zeit erhalten könnten, sich ausführlicherund in der für ihre künftige Bestimmung geeigneten Weise mit den historischen undinsbesondere mit den Naturwissenschaften, so wie mit den für jeden Gebildeten undbesonders Industriellen unumgänglich erforderlichen neueren Sprachen vertraut zumachen. Weit entfernt, den gründlichen Studien, wie sie die Gymnasien bezwecken,Abbruch zu thun, würden vielmehr Anstalten, die sich die Ausbildung der gewerbetrei-bcnden Stände zum Ziele setzten, auf beide Gattungen von Schulen und Schülerneinen wohlthätigen Einfluß äußern, indem einerseits die Gymnasien von einer größe-ren Zahl derjenigen Schüler, die für sie nicht ganz geeignet wären, befreit werden,andererseits diese Schüler selbst, indem sie die für sie geeignete Bildnngs-Anstalt fän-den, den Lehrgcgcnständcn, die in derselben gelehrt würden, ihr ungetheiltes Interessewidmen würden. Endlich würde eine solche Lehranstalt für die höheren gewerbetrei-benden Stände wesentlich dazu beitragen, die Wissenschaft, und vornämlich die Natur-wissenschaften mit dem Leben selbst in engere Verbindung zu bringen, die Gewerbe-treibenden durch Mittheilung solcher Kenntnisse in den Stand zu setzen, ihr Geschäftnicht bloß empirisch, sondern auch rationell zu betreiben, und dadurch die Industrie über-haupt zu heben und das Nationalwohl, so wie das Glück und den Wohlstand des Ein-zelnen zu befördern und fester zu begründen.
Von diesen Erwägungen, die sich in ihrer Allgemeinheit als die richtigen bewährthaben, geleitet, beschlossen die Communalbehörden, nachdem bereits im Jahre 1819 dererste Antrag hierzu gemacht war, im Jahre 1822 die Gründung der städtischen Ge-werbeschule, welche demnächst im Oktober 1824 mit 24 Schülern eröffnet und derLeitung ihres jetzigen Direktors Klöden übergeben wurde. Nach dem ursprüng-lichen, vom Magistrat unterm 18. August 1824 veröffentlichten Plan zur Begründungder Gewerbeschule sollte dieselbe überhaupt aus drei Klassen bestehen, und von diesendie unterste der Tertia eines Gymnasiums gleichstehen, weshalb denn auch diejenigenSchüler für aufnahmsfähig für die 3te Klasse der Gewerbeschule gehalten werden soll-ten, welche für Tertia eines Gymnasiums genügend vorbereitet wären. Der Cursusin jeder Klasse war auf 1s Jahre bestimmt.
Diese Organisations-Bestimmnngen erlitten jedoch im Laufe der Entwickclung derSchule mehrfache Acnderungen. Als nämlich im Oktober 1824 die Sccunda und imOktober 1829 die Prima der Schule eingerichtet worden war, zeigte sich zugleich dasBedürfnis, eine Quarta als Vorbcrcitungsklasse hinzuzufügen, weil viele Schüler, derenEltern ihre Ausnahme in die Gewerbeschule dringend wünschten, noch nicht die nöthi-gen Vorkenntnisse mitbrachten, und es auch für die Schule selbst als ersprießlich an-gesehen wurde, sich solche Schüler selbst für die oberen Klassen heranzubilden.
Ferner machte es im Jahre 1829 die starke Frequenz der Tertia, für welche über-haupt die mchrstcn Schüler angemeldet wurden, nothwendig, eine zweite Tertia alsParallelklasse der ersten einzurichten. Diese beiden Tertiaklassen, von denen jede eineneinjährigen Cursus erhielt, wurden im Jahre 1834 einander subordinirt, weil eS derAndrang zur Schule wünschen ließ, statt der bisherigen jährlichen, halbjährliche Auf-