282
Fricdrichö-Werderschcs Gymnasium.
ZahlderSchüler.
Ausgabe.Ktlile.
Communal-Zuschuß.
Heble.
Kapital-Vermögen.
ktblr.
Im Jahre 182» ....
241
10,882
4,788
9,200
- 1880 ....
2«1
11,308
4,740
»,20V
1881 ....
238
10,808
4,778
9,200
- 1882 ....
2K4
10,300
4,778
11,200
1888 ....
314
10,978
4,773
11,200
1881 ....
304
11,834
4,778
11,200
- 1883 ....
277
11,773
4,80»
11,200
1880....
207
12,138
4,800
14,200
1887 ....
234
11,731
4.927
14,200
- 1888 ....
2S8
I 1,871
4,400
14,200
- 188» ....
830
11,922
4,300
14,200
1840 ....
838
12,»»6
4,300
13,171 °)
3) DaS Co llnische Real-Gymnasium ist wahrscheinlich das älteste Gym-nasium Bcrlin's. Die Zeit seiner Gründung läßt sich zwar nicht ermitteln, doch gehenunsere Nachrichten über dasselbe bis auf die Zeit der Einführung der Kirchen-Refor-mation in der Mark Brandenburg im Jahre 1539. Das Schulgebäude befand sichnahe an der Petri-Kirche, an der Ecke des damaligen Hundemarktes. Als dasselbe beimBrande der Petri-Kirche, am 29. Mai 1739 ebenfalls abbrannte, bewilligte zwarKönig Friedrich Wilhelm l. zur Aufnahme der Klassen und zur Wohnung des Rektorsdie notdürftigsten Räumlichkeiten in dem Cöllnischen Nathhausc; jedoch konnte sichdas Gymnasium seit jenem Brande, durch den es auch seine Dokumente und Lehr-mittel verloren hatte, nicht ganz erholen, und wurde daher wegen seiner geringen Schü-lerzahl im Jahre 1797 mit dem Berlinischen Gymnasio in der Art vereinigt, daß dieoberen Klassen desselben mit denen des Berlinischen Gymnasii verschmolzen wurden,und nur die 3 unteren Klassen abgesondert in dem Cvllnischen Rathhause unter derOberleitung des Direktors des Berlinischen Gymnasii fortbestanden. In dieser Ver-bindung mit dem Berlinischen Gymnasio verblieb es von 1797 bis 182-i unter dendrei Direktoren Büsching (bis 1793), Gedicke (bis 1893) und Bcllermann(1894 bis 1824). Indessen hatte sich in dieser Zeit nicht nur die BevölkerungBerlins überhaupt, sondern auch die Zahl der jungen Leute, welche eine höhere wis-senschaftliche Ausbildung suchten, so vermehrt, daß es ein Bedürfniß erschien, eineneue höhere Lehranstalt in dem Mittelpunkte der Stadt zu errichten. Da nun dieLokalität des Cöllnischen Rathhauses es gestattete, so beschloß man, die Cöllnische Schulewieder zu einem vollständigen Gymnasio zu erweitern und dieses vom BerlinischenGymnasio zu trennen. Zugleich sollte bei dieser Gelegenheit die Idee eines Real-Gymnasii verwirklicht werden, welche der Professor E. G- Fischer bereits im Jahre1899 in der Schrift:
„Ueber die zweckmäßigste Einrichtung der Lehranstalten für die gebildeten
Hierunter sind nicht begriffen die Bestände drr nbgrse'ndert berwnitcten Nebensi'nde.