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Bericht über die Verwaltung der Stadt Berlin in den Jahren 1829 bis incl. 1840
Entstehung
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„Stände. Versuch einer neuen Ansicht dieses Gegenstandes, mit besonderer„Rücksicht auf Berlin",aufgestellt hatte. Demgemäß erhielt das neu organisirtc Cöllnische Ncal-Gymnasimndie Bestimmung, theils wie die übrigen Gymnasien zu den Univcrsitätsstudicn gründ-lich vorzubereiten, weshalb denn auch dieselben Gegenstände wie in einem Gymnasiogelehrt werden sollten, theils aber noch mehr, als es in anderen Gymnasien geschehenkann, bis in die höheren Klassen hinauf für die zweckmäßige Ausbildung der-jenigen zu sorgen, die ihre wissenschaftlichen Studien nicht auf einer Universitätfortzusetzen beabsichtigen. Zu dem Ende sollte in den unteren und mittleren Klassender lateinische Unterricht im Vergleich mit anderen Gymnasien etwas zurücktreten,und dafür die mathematischen, naturwissenschaftlichen, geographischen und historischenWissenschaften ein Uebergewicht erhalten, dagegen in den oberen Klassen den Schü-lern, die sich für die Univcrsitäts-Studien bestimmt hätten, ein ausführlicherer Unter-richt in der lateinischen und griechischen, sowie für die künftigen Theologen auch inder hebräischen Sprache ertheilt werden.

Die interimistische Direktion des im Oktober 1824 wiederhergestellten CöllnischenGymnasiums übernahm der Direktor Klöden neben der damals erst im Entstehen be-griffenen Gewerbeschule, und verwaltete dieselbe bis Oktober 1827, wo die Anstaltder Leitung ihres jetzigen Direktors, Iii-. August, übergeben wurde.

Das Gymnasium hatte 1821 nur die drei unteren Klassen: Serta, Quinta undQuarta, mit 134 Schülern, erhielt 1825 eine Tertia, 1826 eine Secnnda, und hattesomit bei dem Amtsautritt des Direktors August 7 Klassen mit 161 Schülern. Unterdes Letzteren Leitung gelangte die Anstalt zu ihrer vollständigen Entwickelung, indemzu Ostern 1829 die Prima eröffnet und zu Michaelis 1836 die erste Abiturienten-Prü-fung versuchsweise veranstaltet, auch dem Gymnasio durch Verfügung des Königl.Minister» der Untcrrichts-Angelegenheitcn vom 26. Juli 1839 das Recht, Abiturienten-Prüfungen nach dem Reglement vom 1. Juni 1834 zu veranstalten, definitiv beigelegtworden war. Die Anstalt wußte sich auch bald das Vertrauen des Publikums zu er-werben, und gelangte zu einer solchen Frequenz, daß nach und nach mehrere Zwischcn-klassen eingerichtet werden mußten. Sie rechtfertigte das Vertrauen der höchsten Be-hörden, die ihr gleich bei ihrer Reorganisation die Berechtigung zugestanden hatten,daß diejenigen ihrer Schüler, welche den vollständigen Cursus der 3ten Klasse sObcr-tcrtia) durchgemacht hatten und als reif für die höhere Klasse entlassen worden waren,als qualificirt für den einjährigen Militärdienst betrachtet werden sollten jRescript derKönigl. Ministerien des Innern und des Krieges vom !6. September 1824).

Das Gymnasium zählte am Schlüsse des Jahres 1846 neun Klassen mit 379Schülern, welche von 13 ordentlichen Professoren und Lehrern und 9 außerordentlichenLehrern und Schulamts-Candidatcn, zusammen von 22 Lehrern, unterrichtet wurden.Im Jahre 1831 erhielt auch die Anstalt, deren obere Klassen bis dahin in ein gemie-thetcs Lokal untergebracht waren, ihr jetziges, dem Zweck entsprechendes Schulgcbäudc,welches die Commune in der Scharrnstraße Nr. 23., an dem Cöllnischen Rathhause,in den Jahren 1829 bis 1831 mit einem Kostenaufwande von 18,666 Rthlrn. hatteerbauen lassen. Das Gebäude bietet in dem oberen Stockwerke geräumige helle Klas-senzimmer und einen großen Hörsaal dar, in dem 2ten Stockwerke befindet sich dieWohnung des Direktors, zur ebenen Erde das chemische Laboratorium und die Woh-nung des Schuldicncrs, sowie in den oberen Räumen des Rathhausthnrmcs eine An-lage zu astronomischen Beobachtungen.

Der Lcctionsplan der Anstalt ist folgender:

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