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Bericht über die Verwaltung der Stadt Berlin in den Jahren 1829 bis incl. 1840
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dem Friedrichs - Werderschen Gymnasio, dessen Gymnasiarch er einst gewesen, stetseine besondere Theilnahme zugewendet, und war diese noch dadurch erhöht wor-den, daß sein einziger Sohn, Wilhelm Heinrich, Verfasser der „Herzcns-ergießungen eines Klosterbruders", der ihm und der Welt durch einen frühen Tod1798 entrissen wurde, auf diesem Gymnasio seine Bildung erhalten hatte. Ohne nä-here Angehörige beschloß er daher, das Friedrichs-Werderschc Gymnasium zu seinemErben einzusetzen, änderte jedoch, nachdem er 1800 einen neuen Ehebund geschlos-sen hatte, seinen Entschluß, und überließ nach seinem Tode seiner Ehegattin, FrauCharlotte Christiane Louise Wackcnroder, gebornen Labesius, die freieDisposition über seinen Nachlaß. Sie überlebte ihren Gatten 31 Jahre, und glaubtedessen Andenken nicht besser ehren zu können, als wenn sie, seinem früheren Wunschegemäß, das Gymnasium zu ihrem Universalerben einsetzte. Nach ihrer testamentari-schen Verfügung soll ihr gesammter Nachlaß als ein Grundvermögen für diese Anstalt,so lange dieselbe eine gelehrte Schule bleibt, zu ewigen Zeiten erhalten und vomMagistrate verwaltet, von den Zinsen aber ein Viertel zur Verbesserung des Gehaltsder Lehrer, und drei Viertel zu Stipendien für Studircnde verwendet werden. DieStipendien sollen ä Ivo Rthlr. jährlich von den Gymnasiarchen, unter Zuziehung der3 ersten Lehrer der Anstalt, an würdige und bedürftige Studircnde christlicher Religion,die das Friedrichs-Werdersche Gymnasium besucht habeu, aus 3 Jahre verliehen, auchin besonderen Fällen den Stipendiaten noch ein Jahr nach beendigten Universitätsstu-dien belassen werden. Der gesammte Nachlaß der Frau Geh. Räthin Wackcnroder,der dem Gymnasio nach ihrem am 13. März 1838 erfolgten Tode zugefallen ist, be-trägt nach Abzug der Legate circa 48,000 Rthlr., und werden von den Zinsen, ausdenen für jetzt noch 440 Rthlr. für einige lebenslängliche Pensionen zu zahlen sind,gegenwärtig 1,100 Rthlr. ä 100 Rthlr. jährlich zu Stipendien und 370 Rthlr. jährlichzur Verbesserung der Lehrergehalte verwendet.

c. Witte's Stiftung zur Beförderung des Gefühls für Wahrheit, Recht undPflicht, nach Anleitung der christlichen Sittenlehre.

Unter dieser Benennung hat der Prediger IU. Carl Witte Hierselbst imJahre 1839, zur Ehre seines Lehrers, des vormaligen Direktors des Friedrichs-Werderschcn Gymnasii, Friedrich Gcdicke, eine Stiftung begründet, und dazudem Gymnasio ein Kapital von !,000 Rthlrn. geschenkt und dem Magistrat zurVerwaltung übergeben, von dessen Zinsen alljährlich am Geburtstage des Stiftersf8. Oktober) oder an dem nächstfolgenden Schultage, fünf Achttheilc als ein Prämiumund drei Achttheilc als ein Accessit an diejenigen zwei Primaner verliehen werdensollen, welche die besten Aufsätze über ein Thema aus dem Gebiete der christlichenSittenlehre oder des Naturrechts geliefert haben.

Das Friedrichs-Werdersche Gymnasium besitzt, Wiesedes der 3 städtischen Gymna-sien, eine besondere Lehrer-Wittwcn-Kasse, die jedoch, da sie bisher viele Wittwenzu versorgen gehabt hat, noch keinen ausreichenden Fonds hat sammeln können unddeshalb auch keine bedeutende Pensionen gewähren kann. Diese Kasse hat jetzt ein Ka-pital-Vermögen von 9,123 Rthlrn., eine zährliche Einnahme von 400 Rthlrn. und ge-währt gegenwärtig drei Wittwen jährliche Pensionen ä 80 Rthlr., und außerdem hinund wieder besondere Unterstützungen. Die AntrittSgeldcr sind aus 10 Rthlr. und diejährlichen Beiträge auf 4 Rthlr. für jedes der 10 Mitglieder festgesetzt. Die Kasse stehtunter der Aufsicht des Magistrats. Die Rendantur wechselt unter den Mitgliedern.

Die Frequenz und die finanziellen Verhältnisse des Gymnasiums stellen wir inder nachstehenden Uebersicht zusammen:

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