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Bericht über die Verwaltung der Stadt Berlin in den Jahren 1829 bis incl. 1840
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eingerichtet, und denselben noch eine siebente Schule mit 2 Klassen hinzugefügt worden,in welchen 7 Schulen in 15 Klassen circa 1000 Kinder unterrichtet wurden. Von denfrüheren Lehrern waren fünf mit ihrem vollen Gehalte pcnsionirt, und an deren Stelle5 Hauptlchrer mit resp. 300 bis 35V Rthlr. Gehalt, freier Wohnung und Holz, sowie5 Hülfslehrer mit 12V Rthlr. Gehalt angestellt, während die früheren Hauptlehrer nur250, 2VV, 150, ja selbst nur 100 Rthlr. Gehalt hatten.

Von diesen 7 Schulen befanden sich 4 in gcmicthcten Lokalen, 3 in eigenen Schul-häusern, von denen zwei, das eine Landsbergerstraße Nr. 03. und das andere Juva-lidcnstraße Nr. 5., jedoch bedeutend vergrößert, noch jetzt bestehen, während das dritte,Ackerstraße Nr. 57., wegen Baufälligkeit verkauft worden ist. Sämmtliche Schulenerhielten vollständige Utensilien und Lehrmittel, sowie einen vorgeschriebenen Lehrplan,nach welchem der Unterricht in 20 Stunden wöchentlich ertheilt wurde, und die Mäd-chen außer dem Elementar-Unterrichte noch in 8 Stunden des Nachmittags Anweisungin den gewöhnlichen Handarbeiten erhielten. Es wurden jährliche Prüfungen angeord-net, und auch schon Einleitungen getroffen, um durch Prämien den fleißigen SchülernAufmunterung zu verschaffen und ihren Eifer zu erwecken. Nicht minder wurde, soweit es die Verhältnisse gestatteten, für die Verbesserung des Unterrichts der Armcn-kinder in den Parochial- und Privatschulcn gesorgt. Wenn früher die Armcnkindernur bei 23 solcher Schulen untergebracht waren, so war am Schlüsse des Jahres 1825bereits mit 30 Schulvorstehern ein Abkommen wegen Ausnahme von armen Kinderngetroffen worden. Das Schulgeld, welches den Parochial-Schullehrern früher von derArmen-Direktion für jedes Kind mit 5 Sgr. monatlich gezahlt worden war, wurdebis auf 71 und 10 Sgr. monatlich, mit angemessener Holzvergütigung erhöht. Auchsuchte man die noch unterrichtsloseu schulpflichtigen Kinder möglichst zu ermitteln undsie in die Schulen zu bringen.

Allerdings mußten sich durch diese Bemühungen und Veranstaltungen, wie dieZahl der Freikinder, so auch die Kosten des Armen-Schulwesens vermehren, und esbetrugen in den Armcnschulen und den Parochialschulen in runden Summen:

1821 die Zahl der Freikinder . . . 1,200, die Unterrichtskosten . . . 3,000 Rthlr-

1822 - - - - ... 1,100, - - ... 5,500

1823 - - - - ... 1,900, - - ... 0,8001821 - - - - ... 2,500, - - ... 10,7001825 - - - - ... 3,500, - - ... 14,000

Aber die getroffenen Einrichtungen bewährten sich auch bald, sowohl in Bezugauf den Unterricht, als auch hinsichtlich des geregelteren Schulbesuchs als so zufrieden-stellend, daß die Communalbehördcn den Kostenaufwand nicht scheuten, vielmehr das ge-sammte Armen-Schulwesen in der begonnenen Weise zu reorganisircn beschlossen. Zudem Ende legte die Armen-Direction bereits unterm 10. März und 19. Dezember1825 Vorschläge zu einer gründlichen Umgestaltung des Armen-Schulwesens vor.

Von der wohlbegründeten Ansicht ausgehend, daß nur durch Errichtung von Com-munal-Armcnschulen und Erbauung einiger Schulhäuser für dieselben, der Zweck desSchulunterrichts der Armenkinder erreicht werden könne, der in den Privatschulendurch deren Ueberfüllung, so wie durch den mangelhaften Unterricht, die Vernachlässi-gung der Armenkinder und die Schwierigkeit der Controle des Schulbesuchs in den-selben meist und größtentheils verfehlt werde, schlug die Armen-Direction vor, daßaußer den vorhandenen 7 Communal-Armenschulen noch nach und nach 14 neue Schul-häuser erbaut und das dazu erforderliche Kapital durch Actien, die von der Communeverzinst und allmählig amortisirt würden, herbeigeschafft werden sollte. Die Commu-