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vorgekommen sind, so ist das bessere Resultat ohne Zweifel der zweckmäßigeren Oe-handlnng zuzuschreiben, indem die Hauptbemühung dahin gerichtet war, der Krankheitdurch Diät vorzubeugen, anstatt daö erste Mal die außerordentlichen Maaßrcgeln zurVermeidung einer vermeintlichen Ansteckung, als- Sperren, Räucherungen u. s. w.,theils unmittelbar, theils durch den Schreck und die Angst, welche sie erregten, nach-theilig wirkten.
Seclsvrge.
Neben der Sorgfalt für das leibliche Wohl der Hospitaliten hat man aber auchdaö geistige Bedürfniß nicht außer Acht gelassen. Die Waisenhaus-Kirche, welchedem Hospital ganz nahe liegt, und nur durch die Waiscnbrücke von demselben getrenntist, macht den alten Leuten den Besuch des Gotteshauses leicht, aber auch außerdemwerden von den Predigern deö Waisenhauses im Speisesaale des Neuen HospitalsWochen-Andachten gehalten. Nächstdcm sind aber auch die beiden Prediger verpflich-tet, für diejenigen Siechen, welche nicht einmal den Wochen-Andachten im Hause bei-wohnen können, auf den Sälen in geistlicher Beziehung Sorge zu tragen, und viertel-jährlich in dem Hospital das Abendmahl zu reichen.
Nebenverwaltungen.
Außer dem Hauptzweck, für den Unterhalt und die Pflege der Hospitaliten, imweitesten Umfange des Worts, zu sorgen, wird die Anstalt noch für manche andereZwecke der allgemeinen Armen-Verwaltung benutzt, und ist der Administration zumTheil die unmittelbare Mitwirkung übertragen.
So ist ein Zimmer im Neuen Hospitale dazu bestimmt, um in demselben denje-nigen Stadtarmen, welche von den Armenärzten und Wundärzten durch die Armen-Kommissionen dazu vorgeschlagen sind, wöchentlich zweimal durch den HofwundarztLüdke und denjenigen Jnstrumentenmacher, welcher zur Anfertigung der Bandagendazu berufen ist, Bruchbänder und andere, zur Heilung oder Milderung körperlicherGebrechen dienlichen Bandagen und Maschinen, als: Schnürleiber, Stelzfüße u. dergl.,kunstgemäß anzulegen.
Ferner liegt der Administration nicht bloß die Aufbewahrung der Nachlässe ver-storbener Hospitaliten ob, sondern ein Gleiches geschieht auch in Betreff des Nachlassesvon in anderen städtischen Instituten verstorbenen Personen und sämmtlicher Stadt-armen, sofern die Nachlässe der Letzteren von den Armen-Kommissionen an die Anstaltabgeliefert werden.
Die Administration besorgt demnächst zu seiner Zeit die öffentliche Versteigerung,und zwar seit 1833 für Rechnung der Haupt-Armenkasse. Geeignete Bettstücke ausden Nachlässen werden ausgesucht und nicht zum Verkauf gebracht, um in vorkommen-den Fällen, nach vorheriger Reinigung, an Arme tu u-nm-u gegeben werden zu können.
Endlich gab die Stiftung des Stadtraths Mendelssohn-Bartholdy, Kraftwelcher ein hier erkrankender Fremder männlichen Geschlechts aus den gebildetenStänden in eine hiesige städtische Anstalt verpflegt werden soll, Veranlassung, daßim Jahre 1835 aus den Zinsen des zu obigem BeHufe geschenkten Kapitals von1,25V Rthlrn. ein Krankenbett angeschafft und in einem geeigneten Zimmer der An-stalt aufgestellt wurde; jedoch hat ein Kranker der gedachten Art es bis jetzt nochnicht benutzt; dagegen ist das beim Depositor,'» deö Magistrats verwaltete Kapital der1,250 Nthlr. durch die angesammelten'Zinsen bis Ende 1839 aus die Summe von1,521 Rthlrn- 13 Sgr. v Pf. gestiegen.