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Bericht über die Verwaltung der Stadt Berlin in den Jahren 1829 bis incl. 1840
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Gesundheitspflege und Sterblichkeit.

Die ärztliche Behandlung versieht ein besoldeter Arzt der Anstalt, welcher dabeivon einem chirurgischen Assistenten, einem der hiesigen praktischen Wundärzte, unter-stützt wird. Für jeden derselben ist im Jahre 1838 eine Instruction ausgearbeitet,aus welcher hier zu bemerken sein dürfte, daß nur in sehr seltenen, eine besondereBehandlung bedingenden Fällen, kranke Hospitaliten zur Charit« geschickt werdendürfen.

Zu einer zweckmäßigen Diät gewährt der angenommene Spcisungs-Etat die Mit-tel, wonach die altersschwachen Leute Mittags passende Gemüse und jeder ^ Pfd. Fleisch,Morgens und Abends Suppen und außerdem Bier und Brod erhalten- GanzSchwache erhalten zu Mittag Fleischbrühe, und auf besondere jedesmalige Ver-ordnung des Arztes auch andere diätetische Mittel, als: Wein, Kaffee, Semmel unddergleichen. Namentlich hat sich der Verbrauch der Semmel seit dem Jahre 1831bedeutend vermehrt, indem bei vielen der schwachen und kranken Personen solche demBrote nach Verordnung des Arztes gänzlich hat substituirt werden müssen.

Seit Anfang 1839 hat man versucht, eine billigere Backwaare an die Stelle derSemmel zu setzen, und mit Genehmigung des Arztes Bärmbrod aus Roggen- nndWaizen-Mehl eingeführt.

Daß auch durch den Gebrauch größerer Räume zu Krankensälen und Anstellungmehrerer Krankenwärter für das Beste der Hospitaliten gesorgt worden, ist vorstehendschon angegeben. Wenn demnach die Sterblichkeit im Vergleich gegen die beiden an-dern Institute bedeutend ist, so entspringt dies aus dem Umstände, daß hier nur alte,sieche Leute aufgenommen werden. Es befanden sich z. B. unter den im Jahre 1838aufgenommenen 119 Personen nicht weniger als 190 in dem Alter über 39, und vondiesen wiederum 41 in dem Alter über 79 Jahre; von den im Jahre 1839 aufgenom-menen 73 Personen aber 93 in dem Alter über 30, und von diesen 32 in dem über79 Jahre. Die jüngeren sind entweder größtentheils Sieche oder leiden an Gebre-chen, die sie den Abgelebten gleich stellen.

Es sind verstorben:

im Jahre 1839 33 Pers. (also von derZahl der im Durchschnitt Verpflegten) 19 Proccnt

- - 1831 139 — — — — — — — — 47 -

- - 1832 32- — — — — — — — 18-

- - 1833 34 - — — — — — — — 18 -

- - 1834 99 - - — — — _ — — 21-

- - 1833 92 - — — — — — — — 29 -

- - 1839 39 - — — — — — — — 17 -

- - 1837 113 - — — — — — — — 33 -

- - 1838 99 — — — — — — — — 20 -

- - 1839 39 - — — — — — — — 13 -

- - 1840 31 - — 13 -Daß in den Jahren 1831 und 1837 die Sterblichkeit größer gewesen, ist eine

Folge der Cholera-Epidemie, an welcher im Jahre 1831 nicht weniger als 34, undim Jahre 1837: 19 Personen gestorben sind, und ebenso hat in dem letztgedachten Jahreauch die Grippe viele an Brustkrankheit oder große Schwäche leidende Personenhingerafft.

Wenn nun gleich nach dem allgemeinen Urtheil die Cholera im Jahre 1837 mitstärkerer Intensität als im Jahre 1831 auftrat, 'dennoch aber im Jahre 1837 noch nichtder dritte Theil der Sterbefälle an der Cholera, wie im Jahre 1831, in der Anstalt