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Bericht über die Verwaltung der Stadt Berlin in den Jahren 1829 bis incl. 1840
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kaust, wie sub 12. schon bemerkt worden. Nach erfolgtem Kaufe des Lehnschulzen-gutcs wurde auf dem Krienbcrge der Kalksteinbruch eröffnet, und ergab es sich, daß nachder damaligen Localität daselbst die Steine nicht nach der Formation der übrigen Kalk-brüche, in festen Schichten, sondern als loses Gestein vorhanden waren.

Die bis jetzt gewonnenen Kalksteine sind härter und fester, als diejenigen in denanderen Kalkbrüchen, und daher zu Bausteinen mehr geeignet. Sie sind jedoch ande-rerseits weniger zum Kalkbrennen passend, weil sie sich znm großen Theil schwererbrennen lassen, und mehr Sandthcile enthalten. Sie müssen daher besonders sortirtwerden.

Es ergab sich auch bald, daß das Wasser des dicht darangrcnzcnden Kriensees8 Fuß 9 Zoll höher lag, als das Mühlcnflicß, und daß es unter allen Umständen fürden Gewinn des Kalkstcinbruchs vorthcilhaft sei, wenn der Wasserspiegel mit dem desMühlenflicßes in gleiche Höhe gesenkt würde, weil man dann mit verhältnißmäßigsehr geringen Kosten den Bruch um 8^ 9" tiefer ausbeuten könnte, welches einen sehrbedeutenden Vortheil gewährt. Es ließ sich auch vcrmuthen, daß dann in den tieferenThcilcn des Berges sich ein regelmäßiges Kalksteinlagcr in ununterbrochenen Schichtenfinden werde. Schon dieserhalb erschien es sehr wünschcnswcrth, vom Kricnsee ausnach dem Mühlcnfließe eine Wasscr-Communication zu eröffnen. Die Eröffnung die-ser Wasser-Communication war aber um so Wünschenswerther, als dadurch der kost-spielige Land-Transport der im Krienberg gewonnenen Steine zur Ablage gespartwurde. Auch vermuthete man, daß sich im Krienbcrge wohl auch nicht zu sortirendeLager von Brcnnsteincn und andere Fossilien finden würden.

Alle diese Gründe veranlaßten die Commune Tasdorf zu kaufen und den Krienseein Erbpacht zu nehmen, weil nur auf diese Weise sich die Wasser-Communication be-schaffen ließ, indem man dadurch das Terrain zu dieser Communication gewann unddie Senkung des Wasserspiegels eines fremden Sees nicht bewilligt worden wäre.

Nachdem diese Hindernisse beseitigt waren, und ein kleiner Austausch einer dazunoch erforderlichen Parcelle bewirkt war, wurde in den Jahren 1830 bis 1833 das ansich schon schiffbare Mühlenfließ theils erweitert, theils gerade gelegt, ein Schifffahrts-Kanal von circa 124 Ruthen Länge vom Kriensee nach dem Mühlcnfließ angelegt undeine Brücke mit massiven Widerlagern über die Straße von Tasdorf nach Rüdersdorfund den Hinterbergen erbaut, auf welche Weise durch die Senkung des Wasserspiegelsim Kriensee, der in der Mitte noch jetzt eine Tiefe von 8V Fuß behalten hat, einegute Wasser-Communication beschafft wurde.

Diese Arbeit ist im Jahre 1833 beendigt, und wird nur noch der begonnene Um-bau und die dadurch beabsichtigte Erweiterung der Brücke bei Bcrgbrück, und eineNachbaggerung des Mühlcnfließcö zu bewirken sein, um mit großen Gefäßen in denKricnbcrgs-Bruch zu gelangen.

Ucbrigens ist zu bemerken, daß schon seit dem Jahre 1833 durch den neuen Kanaldie Steine aus dem Kricubcrgs-Bruch nach Schulzcnshöhc mit kleinen Gefäßen ge-schafft werden konnten, und deshalb auch bereits vom Kriensee aus in den Steinbruchhinein, die Anlegung eines Kanals bewirkt ist.

Auch in diesem Bruch ruhten die Arbeiten in den Jahren 1831 bis zu 1830 incl.insofern, als dort zum Verkaufe keine Kalksteine gefördert wurden, und fanden hierzudieselben Gründe statt, die in Absicht des Kalkbruchs Nr. !. in den Hintcrbergcn an-geführt sind. Im Jahre 1837 haben auch hier die Arbeiten wieder begonnen, undimd nach dieser Darstellung in Absicht des Kricnbruchs bald die erfreulichsten Resul-tate zu gewärtigen, da sogar nach der erfolgten Kanal-Anlage, wie nach obiger Dar-