XXXIX
Auch 10 taubstumme Kinder, die in das Taubstummen-Institut wegen Ueber-füllung nicht aufgenommen werden konnten, erhielten im Jahre 1840 auf Kostender Commune Unterricht.
Der im Jahre 1830 entstandenen Kinder-Bewahr-Anstalten sind jetzt 24.Es sind Privat-Anstalten bestimmt zur Aufnahme kleiner Kinder armer Elternbis zu ihrem 0ten Lebensjahre. 1840 wurden diese Schulen von 2,902 Kindernbesucht.
Der Bericht der Deputation schließt mit einer Uebersicht der jüdischen Schul-und Erziehungs - Anstalten, die durch ein Mitglied jüdischen Glaubens bei derSchul - Deputation vertreten werden. Es sind deren 10, mit 382 Kindern.1839 war die Zahl der jüdischen Einwohner 0028, und der schulpflichtigen jüdi-schen Kinder 904; davon besuchten christliche Schulen 4Z4, jüdische Schulen 382und 128 erhielten Privat-Unterricht.
Von den oben angeführten 30,393 Schülern, welche die hiesigen öffentlichen
Schul-Anstalten besuchen, gehen
in unter Städtischer Verwaltung stehende Anstalten 28,024,
in Schulen unter Königlicher Aussicht 7,771,
30,393;
von diesen genießen ganz, oder thcilweise freien Unterricht 21,347, also ungefährsämmtlicher Schulkinder, 7,871 Kinder aber, oder ^ sämmtlicher Schulkindergenießen einen über den Elcmcntar-Unterricht hinausgehenden höheren Unterricht.Ein Vergleich mit der gestiegenen Bevölkerung ergiebt folgendes Resultat:
Ausgabe für das Armen-Schulwesen 1829 20,307 Rthlr.
1840 34,400 -
Im Verhältniß zur gestiegenen Bevölkerung berechnen sie sich nur
ans. . . 33,412also mehr . . . 21,048 Nthlr.Zahl der Armen-Schulkinder, ercl. Waisenhaus- und Arbeitshaus-Schulkinder
1829 3,442,
1840 13,300.
Im Verhältniß zur gestiegenen Bevölkerung berechnen sie sich nur auf . 0,900,
also mehr . . . 6,400,
beinahe daö Doppelte.
Hieraus ergiebt sich der bedeutende Mehr-Aufwand für die stattgehabte Ver-besserung des Schulwesens und die Menge Kinder, die mehr an dieser WohlthatTheil genommen haben, und dem Unterricht überhaupt zugeführt worden sind.