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Bericht über die Verwaltung der Stadt Berlin in den Jahren 1829 bis incl. 1840
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um aus den Zinsen desselben das Einkommen der Wittwe eines Küsters derPetri-Kirche, sobald sie die Aufnahme in das Hospital nachsucht, zu verbessern.Im Fall keine Küster-Wittwe vorhanden, sollen Wittwen anderer verdienterUntcrbedientcn der Petri-Kirche die Beneficien dieser Stiftung erhalten. DasKapital wird beim Jakobs-Hospital verwaltet, und soll «zvvutuulitor durch Zinsauf Zins bis zum 4fachen Betrage vergrößert, dann aber den Nachfolgern desStifters überlassen bleiben, wozu, im Fall keine Küster-Wittwe noch andere Witt-wen von Unterbedienten der Kirche cristiren, die Zinsen alsdann verwandt wer-den sollen.

0) Das Jerusalems - Hospital. Das im Jahre 1080 von dem Kur-fürstlichen Rathe von Martitz erbaute Hospital, welches er nach der daran ge-legenen Jerusalems-Kapelle, das Jerusalems-Hospital nannte, war zur freienAufnahme von 8 armen bejahrten Frauen bestimmt, welche aus den Zinsen eines,von dem Stifter gleichzeitig geschenkten Kapitals, im Betrage von 1,483 Rthlrn.,wöchentlich einigen Zuschuß erhielten.

Nach dem Wunsche des w. von Martitz übernahm der hiesige Magistratim Jahre 1722 das Hospital, als eine fortwährend zu unterhaltende Stiftung,mit seinem Vermögen, jedoch mit dem Vorbehalte des Stifters, daß es ihm undseiner Ehegattin, nach deren Tode aber ihren Erben, jederzeit freistehen solle,untersuchen und nachfragen zu können, wie es mit Allem stehe, wogegen die Be-setzung der vakant werdenden Stellen alterm'rend vom Magistrate und der Familievon Martitz erfolgen solle.

Nachdem die Familie von Martitz Berlin verlassen, wird sie durch einenKurator vertreten, welcher dem jedesmaligen ältesten Gliede derselben zur Be-stätigung durch den Magistrat prasentirt werden muß; dieser Kurator und einvon dem Magistrat bestellter Vorsteher bilden unter magistratualischer Oberauf-sicht das Kuratorium des Hospitals.

Im Jahre 1786 ließ König Friedrich Wilhelm 11. das Hospital um eineEtage erhöhen und es dergestalt erweitern, daß es eine Länge von 41/ und30' Tiefe, außerdem einen Hof und kleinen Garten erhielt.

Durch die milden Beiträge, welche die Hospitalitinnen für das Hospitaleinsammelten, vermehrte sich das Vermögen desselben dergestalt, daß die Zahlder Frauen bis auf 12 erhöht werden konnte, und je 3 von ihnen eine Stubevon 2 Fenstern, eine Kammer und eine gemeinschaftliche Küche inne haben.

Außer freier Wohnung erhält jede Hospitalitin monatlich 3 Rthlr., freiesHolz, freie Arznei und ärztliche Behandlung.

Im Jahre 1839 ist auf dem Hospitale noch eine dritte Etage gebaut wor-