Testators Kaufmann Hanson IS Sgr., um sich des Andenkens dieses Wohl-täters zu erfreuen.
Die Hospitaliten werden gegen ein nach dem Alter zu berechnendes Eintritts-geld aufgenommen, welches gleichfalls in keinem Verhältnisse zu den dafür ge-währten Beneficien steht, sondern auch nur gering ist.
5) Das Jakobs-Hospital. Das Hospital in der Todten-Gasse (fetzt Kü-rassierstraße), Jakobs-Hospital genannt, eristirt mindestens schon seit 1005 undbestand anfänglich aus 2 Gebäuden. Ueber die ursprüngliche Bestimmung der-selben ist nichts bekannt; dem Vermuthen nach waren sie, da sie zu jener Zeitweit außerhalb der Stadt im freien Felde lagen, zu Pestzeiten erbauet, und derumliegende Platz war zu Begräbnißplätzen benutzt gewesen.
Im Jahre 1750 wurde vermittelst eines Legats einer Wittwc Nenmannvon 800 Rthlrn., unter Nicderreißung der alten baufälligen Gebäude, ein neuesaufgeführt, und es wurden nach der Bestimmung dieser Erblasserin alte Wittwendarin ausgenommen, die zur Cöllnischen (Petri-) Gemeine gehörten. Ihre Zahlbelief sich auf 12; sie erhielten freie Wohnung, ^ Hausen Holz fährlich und einemonatliche Beihülse von 1 Rthlr.; desgleichen ärztliche Behandlung und Medika-mente auf Kosten des Armcnwesens.
Im Jahre 1828 wurde durch freiwillige Beiträge der Petri-Gemeine, durchUnterstützung hoher Wohlthäter und durch den Beistand der Commune, so wievermittelst einer Anleihe von 4,500 Rthlrn., eine neue Stiftung begründet, auchein neues Gebäude, Orangenstraße Nr. F., aufgeführt, um 24 armen Bürgcr-frauen aus der Petri-Gemeine einen Zufluchtsort im Alter zu gewähren. Umdas Darlehn von 4,500 Rthlrn. nach und nach zu tilgen, wurden die Aufnahmenin diese neue Stiftung von einem Eintrittsgelde von 200 bis 300 Rthlrn. ab-hängig gemacht, das jedoch nur so lange gefordert werden sollte, bis das Anlehnvon 4,500 Rthlrn. getilgt und die neue Stiftung in soweit fundirt sei, daß eineUnterstützung von 2 Rthlrn. monatlich und ^ Haufen Holz fährlich für 11 bis12 Hospitalitinncn daraus bestritten werden könnten.
In dem neuen Gebäude finden nunmehr sowohl die 12 Hospitalitinnen deralten Stiftung, als auch die der neuen, deren gegenwärtig 11 sind, ein Unter-kommen. Das alte Gebäude in der Kürassierstraße wird zum Besten der Stif-tungen vermiethet. Das zur Ausführung des Neubaues aufgenommene Kapitalvon 4,500 Rthlrn. ist aus den Mitteln des Hospitals im Jahre 1830 zurückgezahltworden. Der Fonds des Hospitals ist gegenwärtig außer den Gebäuden circa7,300 Rthlr.
Mit diesem Institut ist eine Stiftung des evangelischen Bischofs vr. Neanderverbunden. Derselbe überwies dem Jakobs-Hospital ein Kapital von 300 Rthlrn.