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Bericht über die Verwaltung der Stadt Berlin in den Jahren 1829 bis incl. 1840
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dem Alter zu berechnendes, an sich nur geringes Eintrittsgeld, einen ruhigen undsichern Zufluchtsort für ihr Alter zu gewähren. Diejenigen Hospitalitcn, die außer-halb der Anstalten wohnen, erhalten 5 Rthlr., die in den Anstalten selbst woh-nen, 4 Nthlr. monatliche Unterstützung nebst freier Wohnung, freiem Holz, freierärztlicher Behandlung, Arznei und freiem Begräbniß. Das Eintrittsgeld, welchesdie Hospitalitcn zu zahlen haben, steht mithin mit den ihnen dafür gewährten be-deutenden Beneficicn in keinem Verhältniß.

Ein besonderes Legat der Wittwc Nüdcl, gcbornen Buchholz, vom Jahre1800, die Nüdel'sche Stiftung genannt, gewährt noch 2 unverheirathcten Frauen-zimmern, vorzugsweise Kaufmannstöchtern, gegen ein Eintrittsgeld von 18V Nthlrn.Unterstützung aus den Zinsen dieses Legats von gegenwärtig 4,200 Rthlrn.

Das Kapital-Vermögen der Anstalten besteht, außer den Gebäuden in derSpandaucr-Straße und auf dem Georgen-Kirchhof, mehreren Hufen Acker undeinigen Wiesen, welche verpachtet sind, aus 43,050 Nthlrn. in Hypotheken undStaatspapicrcn.

Vom Jahre 1820 bis 1835 war der Bestand am Schlüsse jeden Jahres,83 Hospitalitcn, doch stellte es sich bei dem nur mäßigen Eintrittsgelde heraus,daß die Erhaltung dieser Zahl, wenn das Hospital nicht ansehnlich am Kapitaleinbüßen sollte, unmöglich war. Von 1835 an erfolgten daher keine neuen Aus-nahmen, so daß sich gegenwärtig nur 00 Hospitalitcn, und zwar 53 in den Häusernund 7 außerhalb.derselbcn befinden, die nun keine Verminderung mehr erleiden.

3) Die Hollmann'sche Wilhelminen-Amalien-Stistung wurde vondem Stadtrath Hollmann im Jahre 1820 gegründet und war ursprünglichmit dem Georgen-Hospital vereinigt. Aus einem Geschenk dieses würdigen Wohl-thäters von 0,000 Rthlrn. wurde ein zweites Stockwerk auf dem Georgen-Hospitalerbaut, und für 18 weibliche Hospitalitinncn aus dem höhern Bürgerstande einge-richtet, welche bei einem Alter von 03 Jahren ein Eintrittsgeld von 300 Rthlrn. zuzahlen hatten, und 4 Nthlr. monatliche Unterstützung, freie Wohnung und Holzerhalten. Später, 1837 wurde das Stift, als sich der Fonds durch Geschenkeder Stadträthin Hollmann, durch erneuerte des Stadtraths Hollmann undmehrerer anderer Wohlthäter vergrößert hatte, von dem Georgen-Hospitale ge-trennt und in ein eigends dazu erbautes Stiftshaus, für 30 Hospitalitinncn(Linien-Straße Nr. 103.), zu dem die Commune den Grund und Boden vomArmen-Kirchhofe schenkte, verlegt.

Im Jahre 1838 vergrößerte der Stadtrath Hollmann abermals die Stif-tung, und schenkte zum größeren Bau des Hauses ein Kapital von 10,000 Nthlrn.,wodurch das Stiftshaus zur Aufnahme von 00 Hospitalitinncn eingerichtet wer-den konnte.