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Die Geschichte der Grafen von Zollern von der Mitte des 11ten bis Schluß des 12ten Jahrhunderts nach urkundlichen und sonstigen zuverlässigen Quellen
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Schwaben) im März 1142 zu Konstanz, im September 1843 zuUlm, an den letzten zwei Orten mit seinem Bruder*).

Da die von K. Konrad III. 1139 zu Straßburg gegebene Urkundemit den Worten schließt, „so Isiwpovs, pibsuts I-SAS, principe« guiaclsraut, oxpsäitionoin contra Zaxonos UsAnnin cornrnovsnts«zuravsrunt", so darf man annehmen, daß unser Zollergraf sich der fürK. Konrad so unrühmlich ausgefallenen Heerfahrt**) gegen den ge-ächteten Herzog Heinrich den Stolzen v. Sachsen vom welfischenHause August 1139 angeschlossen hat. Sehr wahrscheinlich hatunser Friedrich II. auch den unglücklichen Kreuzzug mitgemacht,welchen Konrad III. auf die wiederholte dringende Aufforderungdes hl. Bernhard***) am Ende des Jahres 1146 beschlossen und

*) In der 1139 Mai 23. zu Straßburg gegebenen Urkd. Konrads (Schöpflin,üistoria ^arinAo-öackonsis 1. S. 81) wird indessen Friedrich wie alle anderenZeugen so Herzog Friedrich sv. Schwaben), Herzog Konrad so. Zähringew,Hugo Graf so. Tübingen), Alwic Graf so. Sulz) auch einfach als oomss ohneFamilien-Name aufgeführt, es unterliegt aber wohl keinem Zweifel, daß es unserZoller war, um so weniger als in der zu Markgröningen am 14. Oktob. 1139ausgestellten Urkd. ff. Wirtenb. Urkdbch. 11. S. 13 und Aon. AoU. 1. 17)ein nach „Zolro" genannter Gr. Fr. u. a. neben Hugo Gr. v. Tübingen auf-geführt wird. Die zu Konstanz am 19 März 1142 gegebene Urkd. Konradsff. Aon. 2o1I. I. Nro. 21) nennt unter den Zeugen »bü-ickörions oowss ckoAollrsn ssusgus tratsr IZurcliarckus»; die zu Ulm 1143 Sept. 4. ausgestellteUrkd. Konrads ;Aon. doio. p. 29 S. 279), führt ohne nähere Bezeichnung auf-?ricksricus comos. Lurclmrclus Lowes wie die anderen Zeugen; mit Rücksichtauf die Urkd. zu 1142 ist aber unzweifelhaft, daß man auch hier das Zolle-rische Bruderpaar vor sich hat. Regesten der Urkunden zu 1139 Mai 28. Straß-burg und 4 Sept. 1143 Ulm, welche in den A. Iii. fehlen, finden sich inunseren Nachträgen.

**) Auf Rat der Fürsten ließ der König, welcher Heinrichs Macht für ihmüberlegen hielt, mit den Sachsen unterhandeln. Da folgten dem Abschluß desVertrags fröhliche Feste, bei denen man sich hüben wie drüben den Wein,welchen der Erzbischof von Trier in Hülle und Fülle mit seinem Zuzug her-geführt hatte, trefflich schmecken ließ, so daß die unblutige Heerfahrt mit einerallgemeinen Lustbarkeit schloß. Riedel (Bd. I. seiner Geschichte des PreußischenKönigshauses) war also doppelt im Irrtum, wenn dort S. 39 zu lesen ist, derin der Urkunde zu 1139 genannte Zollergraf Friedrich „werde wahrscheinlichim Kampfe des Reichsoberhaupts mit den Sachsen seinen Tod gefundenhaben", da derselbe 1142 noch am Leben war.

***) Bernhard stellte in seiner Kreuzpredigt am 27. Dez. 1146, dem Tagedes Evangelisten Johannes, im Dome zu Speier vor allem Volk dein Könige