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Die Geschichte der Grafen von Zollern von der Mitte des 11ten bis Schluß des 12ten Jahrhunderts nach urkundlichen und sonstigen zuverlässigen Quellen
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Steuer gab und mit denen noch andere übliche Gerechtigkeiten ver-bunden waren. Wie von vorneherein anzunehmen, haben unterden Gütern, welche Bruno seinen Chorherren geschenkt, Rebenge-lände, zumal der Breisgau schon in alten Zeiten daran reichwar, nicht gefehlt. In der That ist uns tiberliefert, daß sichWeinberge bei Merdingen unter den Stiftungsgütern befanden.

Angesichts der allem nach übrigens nicht reichen Ausstattung erwiessich als besonders nachteilig für die neue geistliche Pflanzstätte derUmstand, daß die Grenzen des derselben geschenkten Gebiets anGrund und Boden gegenüber von dem, welches die Klöster St.Gallen, dieses seit Jahrh., und St. Peter ganz in der Nähe schonvorher besaßen oder wenigstens beanspruchten, nicht gehörig geregeltwaren. Es darf uns dies nicht wundern für eine Zeit, da wüst-gelegenes, unangebautes Land, selbst Wälder in menschenleerenGegenden, die noch dazu auf schwer zugänglichen Bergen oder inSchluchten lagen, geringen Wert hatten. Dazu kommt noch, daß,wenn die Zähringer von dem Burkardinger Stamme, welcher injenen Strichen des Breisgau's Großgrundbesitzer war, ausgegangen*)die Besitzungen derselben und der Zollern dorten als gemeinsamesErbe erscheinen. So konnten Streitigkeiten zwischen St. Märgenund den andern zwei Klöstern nicht ausbleiben, zumal man berech-tigt ist, aus naheliegenden Gründen anzunehmen, es habe unterdenselben kein freundnachbarliches Verhältnis bestanden. Die gegen-seitig nicht anerkannten Grenzen und die Händel der Möncheführten zu mancherlei Übergriffen und thätlichen Feindseligkeiten,ja Totschlag der Lehen- (Zins-) Bauern und Eigenleute der Klöster.Diesfallsige Zerwürfnisse bestanden schon vor 1121 zwischen St.Peter und St. Mär gen; dieselben wurden zwar durch die Be-mühungen des Bischofs Ulrich von Konstanz, den wir als Ordens-bruder der Augustiner Chorherren bereits kennen, und unter Vermitt-lung Bruno's und des Herzogs Bertold v. Zähringen, dessenVater St. Peter gestiftet, durch gütliche Vereinbarung beigelegt **),

ch Wir glauben in unserem ersten Teil solches zur größten Wahrschein-lichkeit erhoben zu haben und anerkannte historische Autoritäten halten unsereAbleitung für mindestens so beachtenswert als andere Aufstellungen.

**) Schöpflinüistoria, AarinM-Haäsnsis Bd. V. 61. Im Auszug bei DümgörsAesta, Laclansia S. 31.