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Die Geschichte der Grafen von Zollern von der Mitte des 11ten bis Schluß des 12ten Jahrhunderts nach urkundlichen und sonstigen zuverlässigen Quellen
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welcher, so laiige das gemeinsame Leben von deren Klerus dauerte,zum Unterhalt, Nahrung und Kleidung zc. desselben verwendetworden, wurde nun ausgeschieden und dem Kapitel zu freier Selbst-verwaltung unter Oberleitung des Propsts übergeben^). Und Dankder Freigebigkeit auch der Straßburger Bischöfe gegen das unterihrer Obhut stehende Domstift und dem frommen Sinn der Gläu-bigen, welche demselben bei Jahrstag-Stiftungen und anderen An-lässen reiche Gaben an Gütern :c. zukommen ließen, war das Ver-mögen auch des Straßburger Domstifts bereits unter Propst Brunosehr namhaft (s. unten). Mit der Verwendung desselben verfuhrman nun aber im allgemeinen also: Dem Propst, den Inhabernvon Stistsämtern und jedem vollberechtigten Mitglied des Kapitels(Kapitularen, Domherrn), sowie den ständigen Priestern an dem-selben wurde aus dem Stiftsvermögen ein bestimmtes reichlichesEinkommen, eine Pfründe oder Präbende, bestehend in Gütern,Grundzinsen, Zehnten zc. zugewiesen, wozu in der Regel noch einebesondere Wohnung kam. Geringere Pfründen schöpfte man fürdie zu dem Stift gehörigen zahlreichen Vikarien, die Stellvertreterder Domherren. Bei all' dem blieb aber ein namhafter Teil vonden Einkünften des Kapitels gemeinschaftlich. Derselbe wurde zuallgemeinen Zwecken des Stifts, sowie zum Unterhalt der jüngerenKleriker, der Domicellaren (Jungherren), welche unter der Zuchtdes Scholasters ein gemeinsames Leben führen mußten (s. unten),verwendet. Gemeinsam sollten endlich bleiben die neugeschaffenenPräsenz-Gelder, welche blos für die jungen Mitglieder des Stiftsbestimmt waren, die sich zum Gottesdienst im Chor in Person ein-fanden.

Wie aus dem Vorstehenden ersichtlich, war das StraßburgerDomstift zur Zeit da unser Zollersprößling Bruno demselben erstals Kanoniker dann als Propst angehörte, seines alt-klerikalen Cha-rakters zumeist entkleidet und von einer Mönchsgemeinde sehr ver-schieden. Doch erinnerte zu dessen Zeiten noch manches an dashalb klösterliche Leben, so die Kutten, welche die Kanoniker im

*) Dies soll schon 773 erfolgt sein, aber die Urkd. von diesem Jahr,welche solches berichtet, ist, wie wiederholt bemerkt, höchstwahrscheinlich eineFälschung aus dem 12. Jahrh.