69
er aber im Kloster Alpirsbach seine Tage beschlossen und in dessenKirche zu seiner ewigen Ruhe niedergelegt worden, ist unzweifelhaft.Dazu wurde höchst wahrscheinlich die mittlere an den Chor sichanlehnende Apside, von der sich aber nur der untere Teil in einerHöhe von stark 5^/s Meter im ursprünglichen Halbrund erhalten,ausersehen. In derselben befinden sich drei ohne Zweifel uralteNischen, von denen die mittlere namhaft größere (tiefere) eine Artkleiner Vorhalle mit einem Tonnengewölbe hat, welches mit eineraltromanischen Malerei geschmückt ist, die das jüngste Gericht vor-stellt und wieder aufgefrischt worden ist. Von der Plattform überden drei Nischen, auf welcher einst der Hochaltar gestanden,führen Stufen zu denselben hinab. In jeder derselben findet sichein alter Altartisch aus Quadern von buntem Sandstein mit qua-dratischer Platte bedeckt^). Wie von der Sage überliefert worden,hatten in den drei halbrunden Nischen ehedem die Särge oderGräber der drei Stifter des Klosters ihren Platz, und zwar der(das) Adelberts von Zollern in der Vorhalle der mittleren größe-ren Nische. Wenn nun auch schon Stillfried in denselben wederSärge noch Grabsteine gefunden, so erscheint uns doch höchst wahr-scheinlich, daß dieser Sage die Wahrheit zu Grunde liegt. Adel-bert von Zollern, welcher allem nach den wärmsten Anteil ander Stiftung des Klosters genommen und wenn auch nur als so-genannter äußerer Bruder darin gestorben, liegt sicherlich in derKirche desselben begraben, und nach anderen derartigen Vorgängenfanden auch die andern zwei Stifter dort ihre Ruhestätten^"; be-zeichnend ist auch die Dreizahl derselben und der fraglichen Nischen,sowie daß auch sonst Adelbert inmitten seiner zwei Genossen ge-nannt wird. Die Bevorzugung desselben, daß ihm die größere ge-schmückte Nische bestimmt worden, mag darin ihren Grund gefundenhaben, daß er in der Kutte starb, vielleicht auch darin, daß seine Ge-mahlin neben ihm beigesetzt worden^), woraus das uralte aus licht-
am Leben und überhaupt länger in dem Kloster, wenn, wie die ZimmerischeChronik erzählt, ein Herr von Z. ihn häufig dort besucht hat.
°>) So beschreibt Graf Stillfried die Nischen nach dem Stand in dendreißiger Jahren unseres Jahrhunderts in seinen hohenzollerischen Altertümernund Kunstdenkmalen. Neue Folge, Heft 2.
**) Graf v. Stillfried nimmt in seinem Aufsatz über „die ältesten Grab-