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rad erzählt nämlich, dieser sei um das Jahr 800 in dem nach der„villa, Lvliolli" benannten „Lvliellllövs" (Sulichgau) von edlenalamannischen Eltern geboren Auch haben unbefangen forschendegelehrte Männer im Kloster Reichenau, wie Gallus Oheim undJoh. Egon 5), wo der Heilige erzogen und Mönch geworden, späteraufgezeichnet, was sie in alten Schriften gefunden und die Tra-dition von Jahrhundert zu Jahrhundert sonst von dem Herkommendes hochverehrten Bruders und frommen Einsiedlers „im finsternWalde" dankbarst erhalten, unter anderem namentlich, derselbe seider Sohn eines Grafen 5*) gewesen, ferner, daß der Abt desKlosters, zu dessen Zeiten Meinrad der dortigen Schule übergebenworden, Hatto geheißen habe und eines Geschlechtes mit dem-selben gewesen. Erwägt man nun das große Ansehen von Reichenauals eines „königlichen" Klosters schon im Anfang des 9. Jahrh.und die bedeutende Rolle, welche der genannte Abt desselben amKaiserhofe und in der Politik gespielt***) hat, so ist man voll-kommen berechtigt, anzunehmen, derselbe müsse einem hochedleu Ge-schlechte angehört haben und dessen Heimat sei, da er von demGeschlechte des hl. Meiurad war, der Sulichgau gewesen; alsogab es dort eine edle Familie, in welcher der Name Hatto vor-kam. Dazu kommt, daß es nach einem ganz unzweifelhaften Zeugniseben um 800 wirklich einen Grafen dieses Namens alamannischer
*) Joh. Egon, ehmaliger Prior des Klosters Reichenau, sagt in seinem»traotatns äs viris illustridus oionastsrii LmZias rnagoris ssn äivitis« vomJahr 163(1, abgedruckt in l?sx tlissaurus aneockotoruin novissiinus ?oin. I.S. 636 ff. Lrlslialäo^ddats, Nachfolger von Hatto, »krlsbaläistsinina, c^uanturn vi», sit nodils st illustre, iniln üuäuni üiliAsntor in-iznirsnti nonäurn lieuit rsxsrirs. Unurn osrtuin viclstur, illuin nsrnxsnsxotsin ssss Hsttonis adbatis st avnnouluin ssss NsMnraäi. Lsänuin ex xatrs an sx watrs sit ülsttonis nspos, noo ita ligust. (Zuars äsrs rnilii ineoinpsrta ssntsntiain Isrrs non liest.«
Wenn die genannten Gelehrten, welchen der schon im 13. Jahrh. ver-schollen gewesene Name Sulichgau unverständlich war, daraus Sulgau (dasheutige Saulgau) und Meinrad zum Sohne eines Grafen von diesem Ort stattvom Sülichgau gemacht, so ist das sehr verzeihlich.
***> Derselbe wird von K. Karl dem Großen als »anlas nostras prinesps«aufgeführt, auch in dessen Testament 811 als Zeuge genannt und wurde mitzwei Grafen als Machtbote an den griechischen Kaiser nach Konstantinopelgesandt.