Werthcster Herr Minister! Das Vorschreiben steht ab, nnd danke Ich fürdie gute Besorgung. Fulda, den 12. Jan. 1813. Carl.
31.
Frankflirt, 21. Jänner 1813. Eurer Königlichen Hoheit habe ich die Gnade,das gndgst. befohlene h. Antwortschreiben an den neuen Hrn. Landammann derSchweiz hiebe! nnterthgst. vorzulegen. Auf den in dein h. insci-ipt v. 18. d.geäußerten Zweifel, ob dem Hrn. Landammann nicht das Prädikat lZxoollsn?.gebühre, habe ich die Gnade zu bemerken, daß, wenn das Ministerium einessouveraincn Hofes oder eine Gesandtschaft an diesen ersten toiiotiormü's undzeitigen Chef der erhabenen Schweizer-Republik schreiben würde, denselbenallerdings dieses Prädikat gebühre; daß ihm hingegen dasselbe von keinemSouverän im eigenen Handschreiben selbst nicht von den Fürsten zweiter Klassedes Rheinbundes gegeben werde, am wenigsten aber von einem KöniglicheWürde nnd Ehre habenden Souverainc, namentlich nicht von den Herren Groß-herzögen, und also auch nicht von Euer K. Hoheit, gegeben würde. In tiefstemRespekt habe ich die Gnade zu beharren Euer Königlichen Hoheit unterhänigsterDiener Eberstein.
Aschaffenburg, 22. Jan. Ich danke für die Mittheilung des Schreibens,welches abgehen wird, und bin mit vieler Hochachtung Dero Carl.
32.
Frankfurt, 3. Frbr. 1813. Euer Königliche Hoheit! Der Hr. Staatsrathnnd Ober-Postdircktor Frhr. v. Vi-ints hat mich gestern darum angegangen, ichmöchte seine schon einige Male untcrthänigst angebrachte, aber unerfüllt gebliebeneBitte bei Euer K. Hoheit empfehlen, daß doch eine Schildwache an das llui-sandes großherzogl. Ober-Postamtes gestellt werden möge, um dem oft ärgerlichenZudringen und den sich zwischen den die Briefe abholenden oder solche auf-gebenden Personen ergebenden Streitig- und Thätlichkeiten vorzubeugen. Ichhalte unmaßgeblich diese Anstalt für allerdings zweckmäßig und nothwendig,damit die öffentliche Sicherheit und Ordnung bei dieser Staatsanstalt, bei welcherder aufgehängte großherzogliche Postschild Ruhe nnd Respekt schon an sich gebietensollte, erhalten werde. Es besteht auch diese staatspolizeiliche Anordnung inallen großen Städten der französischen, österreichischen, preußischen, sächsischen,bayerischen, würtcmbergischen Staaten, wo Garnison liegt, nnd selbst an Orten,wo die Postämter mit dem so wichtigen Ober-Postamte Frankfurt garnicht in Vergleich kommen; wie ich solches ehemals in den Städten Freibnrgim Breisgau und Konstanz selbst oft gesehen habe. Wenn der Herr Csnizi'g.1dahier dagegen eingewendet hat, daß er eines Postens mehr bedürfe, so kömmtdieses in Vergleichung mit Handhabung der öffentlichen Sicherheit bei der Postgar nicht in Betracht, und es ist ja nicht der Ober-Postamts-Direktor, welcher eineAuszeichnung für sich, sondern nur Sicherheit und Ruhe für das Staats-Jnstitutder Post verlangt! Euer K. Hoheit h. Entschließung diese Bitte unterthänigst unter-stellend, habe ich die Gnade respektvolles! zu beharren Eurer Königlichen Hoheitnnterthänigster Diener Eberstein.
Werthester Herr Minister! Ich ersuche Sie in meinem Namen eine Weisungan Hrn. Csuornl W ollkk zu entwerfen, die ich ausfertigen werde. Carl.
34.
Frankfurt, 23. Febr. 1813. Eure Königliche Hoheit! Der sehr recht-schaffene, ungemein geschickte, das Depart. Hanau aus dem Grund und nachallen seinen Lokalitäten kennende und daher jedem Präfekten — sowohl demvorigen, als dem neuen — unentbehrliche Hr. dsnöral-Lsm-ötairs Riss, ängstlichdaß ihm durch die Adjunktion des jüngeren v. ^usr die Aussicht zu einstigerVerbesserung möchte entzogen werden, bittet in der Anlage Euer K. Hoheitunterthänigst, die gnädigste Rücksicht nehmen zu wollen. Er bittet zu seinerAufmunterung und zur Belohnung seiner seit 10 Jahren geleisteten Dienste sein