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Folge 5 (1885)
Entstehung
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430
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Sollte dieses wider Vermutheil den verlangten Erfolg nicht haben, so würdenichts anderes übrig bleiben, als keine k. bayerische Anschreiben, wenn sie durchden Gesandten übergeben werden und nicht in der gehörigen Form abgefaßtsind, mehr anzunehmen, jene mit der Post ankommende aber unbeantwortet zulassen. Eure Königliche Hoheit geruhen, mir Hochdcro gnädigste Weisung hier-über zugehen zu lassen.

Gelegentlich dessen habe ich zugleich die Gnade, anzufragen, ob Höchstdic-sclbcn genehmigen, daß ich am 25. dieses, als dem Ludwigs- und dreifachenNamenstage des Hrn. Großherzogs, der Frau Großhcrzogin und des Hrn. Erb-großherzogs von Hessen, mich nach Darmstadt begebe, um dort zu gratnlircn;indem, wie ich vernehme, an besagtem Tage große Gala dortselbst sein wird.Der kaiserlich österreichische Hr. Gesandte nimmt sich ebenso vor, zu diesem Endesich dahin zu verfügen. Der höchsten Entschließung entgegen sehend, beharre ichin tiefstem Respekt Ew. Königlichen Hoheit nntcrthänigster Diener

Eberstein.

23.

Aschasfcnluirg, >!>. Anglist. Ich danke verbindlichst für die mitgctheiltcnBemerkungen, muß jedoch dagegen bemerken: a) daß auch ehemals die Kur-fürsten königlichen Rang zu behaupten suchten; daß 5) nach der Bnndesaktcdie Fürsten erster Klasse, worunter ich der Vorstehende bin, königliche Ehrenhaben; daß mithin <;) dasjenige, was mir der großhcrzoglichc Charakter beizu-legen scheint, für mich kein neues Recht ist, sondern mir längst gebührte, mirauch von dem französ. Kaiser immer gegeben wurde. Ich überlasse meinemHerrn Nachfolger, hierin dasjenige zu thun, was er für zweckmäßig erachtet.Was mich anlangt, sa bekenne ich aufrichtig, daß ich auf solche Dinge in meinemganzen Leben keinen Werth gelegt habe, und ich konnte nicht wahrnehmen, daßich dadurch in der öffentlichen Ächtung verloren hätte. Mir scheinet, daß esinkonsequent sein würde, wenn ich jetzt erst Auszeichnungen in Anspruch nehmenwollte, die mir längst gebührten. Dieser Gegenstand mag auf sich beruhen fürdie kurze Zeit, die ich vielleicht noch zu leben habe, und es würde mir leidsein, als Primas das so nützliche Band wechselseitigen Vertrauens wegen un-bedeutender Worte zu brechen.

Es wird mir recht angenehm sein, wenn Sie dem Galatage in Darmstadtbeiwohnen. Sobald Sic Minister-Staatssekretär werden, übertrage ich die Darm-städtische Gesandtschaft dem Freiherrn von Geubcn, welcher dort wohnenwird. Ich bin mit vieler Hochschätzung Dero Freund

Carl.

24.

Frankfurt, li. Aug. k8kl. Euer Königliche Hoheit! Die untcrthänigst hierzurückkommende Berichte und doirssponänni! betreffen zwei verschiedene Gegen-stände. Der erste ist die Forderung des Glasschleifers Orth für an den Kur-prinzen von Hessen gelieferte Spiegel ins Hanauer Schloß im Jahre 1800.Dieser Gegenstand ist sckwn dadurch erledigt, daß a.) nachdem durch den Hrn.Dammcr Herrn v. Bardeleben eingekommcn Zeugnisse des Kurprinzen dieseSpiegel bis ans die Summe von 30 varolins bezahlt waren; ß) dadurch, daßEuer Königliche Hoheit dem gedachten Orth nicht nur ungebrauchte Spiegel fürdie von ihm selbst geschätzte 472 sl. haben zurückgeben lassen, sondern ihm nochdurch Hrn. Zahlmeister Osins ein gnädigstes freiwilliges Geschenk von 300 fl.gegeben haben, welchcmnach Orth über das vnpluin seiner restirenden Forderungerhalten hat, wie dieses der Geh. Kammerrath vominZ in seinem Berichte v.3. d. ausgeführt hat.

Der zweite Gegenstand ist, daß der Herr Kurprinz die Vermnthnng hegt,als seien Euer Königliche Hoheit Willens, ihm, nach Abzug des Rückständigen,den Betrag für sämtliche Spiegel hcrausznzahlen. Worauf diese Vermnthnngsich gründe, ist zwar nicht abzusehen; ich glaube aber unmaßgeblich, daß Eure