Druckschrift 
Folge 5 (1885)
Entstehung
Seite
359
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nach Mainz, Mannheim nnd Straßbnrg durch dasReich". In Mannheimließ er sich dem Kurfürsten Karl Theodor vorstellen nnd erlangte nach vielerMühe die Erlaubnis, seinen von? Kurfürsten wegen eines unglücklichen Vorfallesals gestörten Gemüths behandelten nnd in? Kloster Wcinhcin? eingesperrt ge-haltenen Oheim Karl Christian besuchen und sprechen zu dürfen, jedoch nurin Gegenwart des Priors und im Beisein der Frau geb. Freist? v. Dalberg.Wilhelm sagt in seiner Niederschrift über diesen Punkt nur andeutungsweise:nnd seiner Frau Gemahlin war freilich wenig an seiner Freiheit gelegen".

Um sich nun de?? Eintritt nicht nur in sächsischen sondern auch in preußi-schen Staatsdienst offen zu halte??, ließ Wilhelm sich auch in Halle ein-schreiben, micthete sich eil? Quartier und bezahlte Kollegien, kau? indessei?, wiesolches damals angehen mochte, nicht hinüber.

Als Wilhelm?????? in? Herbste 1775 die Universität Leipzig verließ, er-öffneten sich sehr günstige Aussichten für ihn zu einer bald zu erhoffenden An-stellung bei der sächsischen Rcgiernng in Dresden. Hier hatte er die Gönner-schaft eines Kabinetsministers erlangt. Schon nach einen? Jahre durfte er, ohnevorher das Examen und ohne das vorgeschriebene Auditoriat bei den? Ober-oder Hofgerichte absolvirtzu haben, es wagen, bei dem Kurfürsten FriedrichAugust III. unter den? 22. Nov. 1776 um Konferirung einer Assessorstclle aufder adeligen Seite der Landesregierung anzuhalten. Als er indessen daraufdurch Familien-Angelegenheiten nach Leipzig zurückgerufen wurde, so benutzteer diese Gelegenheit und unterwarf sich den? Examen vor der Juristen-Fakultät.Er konnte den guten Erfolg dem Kurfürsten unter dein 6. Febr. 1777 melden.Darauf verfügte der Kurfürst, daß, wenn Wilhelm durch eine Probe-Relationbei der Landesregierung seine Fähigkeit hinlänglich bewähre, er unter Dispen-sation von den? Auditoriat als Assessor bei der Landesregierung angestelltwerden solle.. Im folgenden Jahre (23. Aug.) genehmigte der Kurfürst, daßder LandeSrcgierungs-Assessor Wilhelm v. Eberstein zugleich als Assessor beider Landes-Ökonomie-, Mannfaktur- nnd Kommerzicn-Deputation bestellt werdenkönne.

Wenn auch die damalige Stellung der Staatsbeamten und die Vorbedin-gungen zu ihrer Anstellung ganz andere waren, als heutzutage bei der beiweiten? komplicirteren Rangordnung, denn die Staatsdiener der früheren Zeitstanden zunächst in? Dienste des Fürsten für den Staat, sodaß also auch bezüg-lich ihrer Anstellung die persönlichen Ansichten des Fürsten maßgebend nnd einbestimmt ausgesprochener Wille von seiner Seite Befehl war: so war dennochdie so frühzeitige Anstellung, die Wilhelm in Dresden fand, ein ungewöhn-licher Glücksumstand, sodaß auch sein Vater (Sept. 1777) schreiben konnte:

Trane nur auf Gott nnd überlasse ihn? dies, er wird gewiß für Dich sorgen,ohne daß Du zu sehr nach oben strebest. Bedenke nur, wie wunderbar Gott bishierher alles zu Deine??? Wohl gcfnget, da Du selbst schreibest, daß Dir Gott solchevielverinögende Gönner nnd Freunde geschenkt und Du dadurch eine Laniers vorDir hättest, wie Du selbige nicht in einen? anderen Lande gefunden habenwürdest. Es ist solches Gottes Werk, der mit Dir ist und dem Du alles zu dankenhast. Denn es ist wunderbar, ai? einem Ort, wo mai? keine Verwandten nnd Freundehat, sein Louto zu finden, so wie Du versicherst in Deinen? Briefe. Ich gratnl?reDir dazu von Herzen und wünsche Dir ferner den Segen Gottes, sowie mehrererechtschaffene Seelen thun nnd Gott für Dich bitten, lvovoi? Du dereinst, wann Duferner Gott vor Augen nnd im Herzen behalte?? wirst, die Früchte genießen sollest,denn der Gerechten Gebet vermag viel."

Gleiche Begünstigung wie bei seiner frühen Anstellung wurde Wilhelmenauch in? weiteren Verlaufe seiner Karriere zu Thcil; schon nach zwei Jahren(12. Juni 1779) wurde er und zugleich mit ihn? der der Anciennität nach ältereAssessor auf den? adeligen Imtsrs der Landesregierung" Graf Karl Heinrichv. Schönburgin Rücksicht des von ihnen nach dem Zeugnisse der Landes-regierung zeithero erwiesenen Fleißes und Fähigkeit?'??" zu Snpernuinerar-,