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Folge 5 (1885)
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(den Prinzen Heinrich zn einem Rückznge auf die Armee des Königs zu nöthigen,das Finck'sche Corps aus Sachsen zu vertreiben, sich mit den Russen zu vereinigen,Glogau zu erobern, seine Winterquartiere in Schlesien und Sachsen zu nehmen und soden König auf die Mark Brandenburg zu beschränken) vereitelt, da am 4. Okt. auchver Prinz Heinrich von Görlitz aus im Lager bei Strehla sich mit dem Generaln. Finck vereinigte. Und da Daun auch die Nachricht erhielt, daß die Russen, welchenichts mebr unternehmen wollten, nach Polen zurückgegangen waren, so zog er sichzach einer erfolglosen Abschwenkung gegen Torgau aui 4. Nov. wieder nach Dresdendurück. Prinz Heinrich setzte sich dann am 5ten auch wieder in der Richtung aufMeißen in Bewegung; am sten stieß bei Lommatsch die aus Schlesien ausmarschirteund an Stelle des erkrankten Königs vom General v. Hülsen kommaudirte königlicheArmee zu ihm. Unter kleinen Plänkeleien erfolgte mm der Vormarsch über Meißennach Hirschstein und Nauendorf. Nachdem am 13. Nov. der König selbst bei derArmee eingetroffen war und er eigensinniger Weise die Generale Finck und Wunschtrotz Finck's Gegenvorstellungen mit eil em Corps von 18 Bataillonen und 35 Schwa-dronen nach Maxen dem Feldmarschall Dann in den Rücken geschickt hatte, erkannteer zu spät diesen Fehler, nachdem das Corps, von Östrcichern und Reichstruppen um-ringt, nach tapferstem Widerstände und nach Verschießen aller Munition sich hatte kriegs-gefangen ergeben müssen. Wohl zog nun der König, um den Abgang an Truppenzu ersetzen, ein Corps von 13000 Mann von der verbündeten Armee an sich und bezog,den Östreichern gegenüber, das Lager bei Wilsdruff. Den 17. Nov. kam dasReg. Plettenberg auf Vorposten bis zum 23sten, wo es bei starkem Nebel vonfeindlicher leichter Kavallerie und Kroaten angegriffen wurde und nur durch das ener-gische Eingreifen der neben ihnen in den Dcfilcen von Ockcrwitz stehenden Grenadiereunversehrt blieb. Den Winter aber fiel nichts Erhebliches mehr vor; während derungewöhnlich strengen Kälte litten aber die theils im Lager, theils in sehr engenKartonnirungen stehenden Truppen die größten Beschwerden, sodaß bei beiden Heereneine große Sterblichkeit eintrat. Endlich als die Kälte immer strenger und der Mangelan Lebensmitteln immer fühlbarer wurde, sahen beide Heere sich genöthigt, in denersten Tagen des Januar 1700 richtige Winterquartiere zu beziehen: die Preußen inder Gegend von Freiberg, die Östreicher theils in dem Striche zwischen Dresdenund Dippoldiswalde, theils in Böhmen.

Nachdem das Tilsitcr Dragoner-Reg. von seinen Quartieren in den Dörfern Roitsch,Leitewitz und Ober-Wartha aus noch immerfort die Feldwache bei Unsewitz gegebenhatte, brach dasselbe am L4. März nach Pommern gegen die Schweden auf, welchebis dahin noch unthätiger als in dem Feldzuge von 1758 geblieben waren. Nachdemdieselben aber bis in die Gegend von Prenzlow vorgerückt waren, von wo aus siebis Ruppin streiften und Brandschatzungen eintrieben, und nachdem der gegen sieoperirende General v. Manteuffel in An kl am von ihnen gefangen genommen wordenwar, wurde das kleine nun unter dem Generalmajor Juug-Stuttcrhcim gestellte Corpsdurch das Dragoner-Reg. Plettenberg verstärkt. Dies marschirte über Torgau,Treuenbrietzen, Potsdam, Prenzlow und Pasewalk und kam am 15, Aprilbei deni an der Peeue stehenden Corps an. Bis Ausgang Juli herrschte ziemlicheUnthätigkeit: Anfang August aber setzten sich die Schweden in Bewegung und machtenMiene, durch das Mecklenburgische Gebiet hindurch zu gehen und den Preußen in dielinke Flanke zu fallen. Das Regiment hatte von da an mit den Schweden häufigeund glückliche Scharmützel. Bei einem Gefechte bei Prenzlow am 3. Sept, wurdeder Capitain v. Roop gefährlich verwundet Auf die Nachricht von einem Seitensder Östreicher beabsichtigten Einfalle in die Mittelmark brach, um Berlin zu decken,der General v. Stutterheim am 10, Sept. mit dem ganzen Corps nach Zehdenickauf. Hier im Lager bei Zehdenick stand das Stutterheim'sche Corps ruhig bis AnfangOktober, da auch die Schweden in ziemlicher Unthätigkeit in ihrem Lager bei Prenzlowverharrten; sie wollten ihr Vorrücken nach den Fortschritten der mit der Belagerungvon Kolberg zu Wasser und zn Lande beschäftigten Russen in Pommern bestimmen.Nachdem dieselben von dem General Werner, den der König zum Entsätze geschickthatte, zur Aufhebung der Belagerung gezwungen worden waren, hatte darauf derselbeam 3. Okt. die Schweden in der Vorstadt von Pasewalk überfallen, mußte abervon einem weiteren beabsichtigten Vorgehen gegen dieselben in Gemeinschaft mit demseit dem l Okt. von Prinz Eugen v. Württemberg kommandirten Stutterheim'schcnCorps abstehen, weil er sich wieder gegen die in Hinterpommern eingefallenen Russenwenden mußte, und da auch der Prinz v, Württemberg bereits in der zweiten Nachtnach seinem Eintreffen bei dem Corps die Nachricht erhalten hatte, der russische GeneralGras Tottleben sei im Anmärsche ans Berlin. Sofort mußten dieserhalb die