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dem rechten Flügel beordert worden. Dem Scharfblick des in der Nahe befindlichenGenerals v, Seydlitz entging dieser Umstand und die dadurch drohende Gefahr nicht;er überschritt die königliche Vorschrift, deren buchstäbliche Befolgung hätte unausbleiblichzur Niederlage führen können; er erzielte durch sein plötzliches Eingreifen den Ausschlaggebenden Erfolg, daß die russische Kavallerie über den Haufen, die Infanterie zurück-geworfen und in Kürze der ganze rechte Flügel vernichtet wurde. Die RegimenterPlothen und Plettenberg erhielten, als sie in vollem Trabe durch das brennendeZorndorf hindurch gegangen waren, Gegenbefehl; der Prinz Moritz v. Anhalt-Dessau ließ das erstere gleich einschwenken und in die russische Infanterie einhanen,das Regiment Plettenberg aber setzte seinen Marsch nach dem linken Flügel fort,hieb ein, bemächtigte sich einiger Kanonen und verschaffte der geschlagenen Infanterieder Avantgarde Zeit, sich zu sammeln und wieder vorzugehen. Nach nunmehrigemVormarsche auch des rechten Flügels, von denen verschiedene Bataillone sowie einigedes linken Flügels hatten zurückweichen müssen, griff Seydlitz mit der Reiterei abermals ein, brach in den noch feststehenden Theil des russischen Heeres ein und warfihn bis in die Moräste von Ovartschcn zurück. Erst die Nacht machte dem mörderischenKampfe ein Ende. Die russischen Generäle sammelten wieder einige Tausend Mann,und diese lagerten sich in unordentlichen Haufen an der Drewitz er Heide, von woaus sie am folgenden Tage zu ihrer zwischen Groß- und Klein-Cammin stehendenWagenburg und dann nach Landsberg an der Warte entkamen, da wegen der Er-müdung der Ii Stunden ununterbrochen im Gefechte gewesenen Kavallerie der Königdie Schlacht nicht erneuern mochte. Verlust der Preußen: tt 000 Mann und 26 Kanonen;der Russen: 19(00 Mann und 103 Kanonen, 27 Fahnen und Standarten, t PaarPauken, Bagage, Kriegskasse und außerdem an Gefangenen 3 Generäle, 8V Offiziere,2800 Unteroff, und Gemeine.
Das Dragoner-Regiment Plettenberg hatte an Toten: 1 Offizier (Lieutenantv. Röder), 3 Unteroffiziere, 40 Dragoner und 66 Pferde; an Verwundeten: 3 Offiziere(Stabs-Capitain Karl Baron v. Eberstein, dessen Stiefbruder Ludwig Ernst KarlBaron v, Eberstein und Lieutenant v. Kronhielm (Pauli, Leben großer Helden UI.258). Zur auszeichnenden Belohnung für das ganze Regiment wurde der KommandeurOberst Baron v. Spän zum Generalmajor ernannt.
Nach Abzug des Königs nach Sachsen, woselbst die eingerückten Östreicher Dresdenbedrohten, blieb der General Graf Dohna mit einem Corps (wobei das RegimentPlettenberg) zur Beobachtung des Feindes zurück. Den auf Berlin vorrückendenSchweden ging General v. Wcdcll entgegen, nachdem er nach seinem Eintreffen inBerlin am 20. Sept. durch das Reg. Plettenberg verstärkt worden war; er nahmseinen Marsch über Oranienburg und Kremmen bis in die Gegend von Fehrbellin;am Lösten nahm er die vom General v. Spän kommandirten Plcttenberg'scheüDragoner und Möhring-Husaren, marschirte mit ihnen in vollem Trabe 2 Meilen bisTarnow; bei Linnm, wo das Reg. Plettenberg auf die ans dem schwedischen Leib-Reg. Reiter und einem Bataillone Infanterie bestehende Bedeckung der feindlichenFonragiere traf, machte es eine glückliche Attacke auf die Kavallerie, machte von derselben8 Offiziere und 300 Reiter zu Gefangenen und würde dieselbe ganz vernichtet haben,wenn nicht das Infanterie-Bataillon herangerückt und ein starkes Kanonen- und Klein-gewehrfeuer auf die Dragoner eröffnet hätte. Den Möhring'schen Husaren fielen beiTarnow von der schwedischen Reserve 100 Mann Smaland'sche Reiter in die Hände,die 200 Mann jedoch von der Infanterie-Bedeckung formirten ein Carre und zogensich in musterhafter Ordnung und mit größter Kaltblütigkeit zurück. Das Reg.Plettenberg verlor hier an Toten: den Oberstlieut, v, Korff, 2 Unteroff,, 22 Dra-goner und 30 Pferde; an Verwundeten: den Major v. Löhberg nebst 80 Dragonern.Am folgenden Tage griff Wedcll von Dechtow aus die in Fehrbellin stehendenSchweden an, jedoch ohne namhaften Erfolg und mit Verlust von 80 Mann an Totenund Verwundeten. Da die Schweden ans ihrem Lager bei Ruppin, in dem sie biszum 11. Okt. ganz ruhig gestanden hatten, aufgebrochen und bis Boitzenburgzurückgegangen waren, schickte der General v. Wedcll in der Nacht vom 14. auf den15. Okt. den General v. Spän mit 200 Plcttenberg'scheü Dragonern und 200 Husarennebst einem Gren.-Bat. nach Boitzenburg; Spän überfiel das Lager des schwedischenGenerals Hesscnstcin; der Überfall war so plötzlich und gelang so vollkommen, daßdie Wachen, ohne einen Schuß thun zu können, aufgehoben wurden und die Bedeckungnicht in das Gewehr kommen konnte, sondern halb angezogen und ohne Waffen dieFlucht ins Lager nehmen mußte. Hcssenstcin und der franz. General Marquisv. Montalembert konnte sich aus dem Schlosse nur im Hemde retten; sie verlorenfast alle ihre Pferde und ihre ganze Bagage, außerdem wurden 7 Offiziere und
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